Schleuder-TT: Audi rüstet nach - DER SPIEGEL
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Schleuder-TT Audi rüstet nach

Und es geht doch. Audi bietet allen TT-Besitzern an, den Sportwagen mit dem Elektronischen Stabilisierungsprogramm (ESP) nachzurüsten. Bislang hieß es aus Ingolstadt immer, dass das nicht möglich sei. Einen Schönheitsfehler hat das neue Audi-Angebot allerdings: Die TT-Fahrer sollen einen Teil der Kosten selber tragen.
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München - Für den freiwilligen Umbau an den bereits ausgelieferten Fahrzeugen müssten die Besitzer 650 Mark bezahlen, teilte die Audi AG am Freitag mit. Die Konzernleitung aus Ingolstadt entschuldigte sich gleichzeitig für die "Verunsicherung der letzten Monate" bei den Besitzern des Audi TT.

Die Nachrüstung für den ins Schleudern geratenen Vorzeige-Sportwagen kostet Audi nach eigenen Angaben rund 150 Millionen Mark. Der Autohersteller will für die Nachbesserung eigens eine Montagehalle in Ingolstadt einrichten. Nun werden die betroffenen 20.000 Audi TT nach Ingolstadt gebracht. Ab März soll in die Sportwagen auf "industriellem Niveau" ESP eingebaut werden. Innerhalb von sechs Monaten solle diese Umrüstaktion durchgeführt werden, hieß es.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, dass Audi-Chef Franz-Josef Paefgen wegen des ramponierten Image des TT immer mehr unter Druck gerät. Der Vorstandsvorsitzende des Mutterkonzerns, VW-Chef Ferdinand Piëch, sei mit dem schleppenden Management des Problems überhaupt nicht zufrieden. Ein Audi-Sprecher dementierte und sagte: "Es gibt keinerlei Dissonanzen".

Die Zeitung hatte sogar spekuliert, dass auf einer außerordentlichen Audi-Vorstandssitzung beschlossen worden sei, sämtliche bereits ausgelieferten TT zurückzukaufen. Den Besitzern solle eine Wandlung des Kaufvertrages angeboten werden. Sollte dieses Angebot Realität werden, so würde die Aktion Audi einen mehrstelligen Milliardenbetrag kosten. Bislang verließen 60.000 TT das Werk.