Seat Altea Schwung mitnehmen
Die Fachwelt lechzt nach Autoentwürfen, die trotz des branchenüblichen Trends zu immer voluminöseren Innenräumen über ein dennoch elegantes und eigenständiges Karosseriedesign verfügen. Ein Auto wie der Seat Altea zum Beispiel, der prompt mit dem "European Automotive Design Award" prämiert wurde. Auf dem Genfer Salon (4. bis 14. März) stellen die Spanier jetzt das Serienmodell des Kompaktvans vor - und siehe da: Der Schwung und die optischen Finessen der Studie sind erhalten geblieben.
Die Seat-Marketingleute glaube, sie müssten deshalb gleich von einer neuen Fahrzeugklasse sprechen und nennen ihr Auto das erste MSV, was nicht etwa Meidericher Sportverein, sondern "Multi Sport Vehicle" heißen soll. Fest steht: Der Altea ist trotz seiner Geräumigkeit im Innenraum ein recht markantes, frisches und schwungvolles Auto geworden.
Offiziell gepriesen werden die "Luchsaugen"-Scheinwerfer, der "chromumrandete Kühlergrill" und die "dynamisch fließenden Linien". Alles richtig, und alles unter der Oberaufsicht des Design-Direktors Walter de'Silva entstanden, der im VW-Konzern die Formgebung der Marken Audi, Seat und Lamborghini verantwortet. "Auto emoción" lautet der Markenslogan, und allmählich sehen die Autos auch danach aus.
Der Altea ist 4,28 Meter lang (Touran 4,39 Meter) und bietet bei Normalstellung der fünf Sitze ein Ladevolumen von "über 400 Litern" in einem doppelbödigen Kofferraum. Das lässt sich durch umlegen der Fondsitze noch vergrößern - wie sehr, das hält Seat bis zum Genfer Salon noch geheim. Bekannt ist dagegen bereits, dass es zwei Benzinmotoren mit einer Leistung von 102 und 150 PS (75 und 110 kW) sowie zwei Dieselaggregat mit 105 und 140 PS (77 und 103 kW) geben wird. Auf der Getriebeseite stehen eine Sechsgang-Handschaltung, eine Sechsgang-Automatik und das direktschaltende Sechsgang-Automatikgetriebe DSG für den großen TDI zur Verfügung.
Die Serienausstattung umfasst ABS, Traktionskontrolle, Bremsassistent und ESP. Dazu kommen eine elektromechanische Servolenkung sowie sechs Airbags. Als vermutlich einziges Serienauto derzeit fährt der Altea darüber hinaus mit gegenläufigen Scheibenwischern vor, die in Ruhestellung jedoch nicht zwischen Motorhaube und Frontscheibe verschwinden, sondern senkrecht hinter den A-Säulen auf ihren Einsatzbefehl warten.