Seat-Neuheiten: Sportliche Spanier - DER SPIEGEL
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Seat-Neuheiten Sportliche Spanier

Seat sucht Anschluss. Nachdem VW-Chef Pischetsrieder in seiner neuen Konzernstruktur die spanische Tochter der Audi-Markengruppe mit Audi und Lamborghini zugeordnet hat, beschwört die spanische Tochter nach dem Motto "Fasten your Seat belt" ihr sportliches Image. Auch wenn die vorhandene Modellpalette es (noch) nicht hergibt.
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Denn mit dem Kleinwagen Arosa, den Polo-Derivaten Ibiza und Cordoba, dem Kompaktwagen Leon, dem Mittelklassemodell Toledo sowie dem Van Alhambra decken die Spanier allein die klassischen Segmente ab. Für dynamischen Drive müssen hier bisher allein aufgepeppte Rennmaschinen wie Leon Cupra R oder Top Sport sowie die starken TDI-Turbodiesel mit bis zu 150 PS sorgen. Die allerdings ebenso schon VW- und Skoda-Modelle zu ähnlich sportlichen Fahrleistungen antreiben.

Was im Seat-Portfolio fehlt, sind nach wie vor Nischenfahrzeuge wie Coupés, Cabrios und Roadster, die für Aufmerksamkeit und sportliche Optik sorgen. Chef-Designer Walter de Silva hat zwar auf den vergangenen Automessen mit den Designstudien Tango, Salsa und Salsa emoción rassige Entwürfe für „die DNA aller zukünftigen Seat-Produkte“ vorgelegt. In der Serie ist davon jedoch bisher, von optischen Nuancen beim neuen Ibiza abgesehen, erst wenig angekommen. Chancen auf eine Serienfertigung hat inzwischen der kleine Roadster Tango, der auf der letzten IAA vor zwei Jahren bei Fachleuten und Publikum heiß diskutiert wurde. Wann er kommt, steht noch in den Sternen, auch wenn der deutsche Seat-Geschäftsführer Peter Maiwald fordert: „Wir brauchen den Tango so schnell wie möglich“.

Doch Seat ist eine Tochter des VW-Konzerns. Und der hält sich nach wie vor an die ehemals „Plattformstrategie“ genannte „Modulbauweise“, nach der verschiedene Modelle der einzelnen Tochter-Marken sich aus gleichen Bausteinen wie Chassis, Motoren, Technik zusammensetzen. So wird Seat als neues Modell auf der IAA in Frankfurt im September einen Kompaktvan auf Basis des VW Touran präsentieren. Entsprechend der sportlichen Neuausrichtung bezeichnen die Spanier ihn als Multi Sport Vehicle (MSV), der (wieder mal) eine „neue Fahrzeugklasse begründen“ sowie „neue Dimensionen des Automobildesigns kreieren“ soll. Außerdem verspricht Seat für den kleinen Van „dynamische Motoren, ein überragendes Leistungsgewicht, ein agiles Chassis“ sowie „einen ganz spezifischen Motorsound“.