Skoda Fabia: Stopp dem Größenwahn - DER SPIEGEL
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Skoda Fabia Stopp dem Größenwahn

Die offizielle Weltpremiere des neuen Skoda Fabia findet zwar erst im März beim Genfer Automobilsalon statt, doch offenbar können es die Tschechen kaum erwarten, ihren neuen Kleinwagen herzuzeigen. So gibt es bereits jetzt die ersten Bilder und Daten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Normal für einen Autohersteller wäre Folgendes: Die neue Generation eines Pkw ist in alle Richtungen um etliche Zentimeter gewachsen, der Wagen bietet mehr Platz, einen stärkeren Motor, und natürlich ist er teurer als das Vorgängermodell. Was den Preis betrifft, lässt sich im Falle des kommenden Skoda Fabia noch keine Aussage treffen - für die übrigen Kategorien dagegen schon. Denn die Entwickler der tschechischen VW-Tochter widerstanden dem Automatismus der Branche, ihr kleinstes Modell mächtig aufzuplustern.

Auch der neue Fabia wird mit 3,99 Meter Länge, 1,64 Meter Breite und 1,50 Meter Höhe ein Kleinwagen bleiben. Gegenüber dem Vorgänger wuchs er um lediglich zwei Zentimeter, und das nur deshalb, weil der vordere Stoßfänger etwas anders als bislang geformt wurde. Trotzdem gelang es den Ingenieuren, den Innenraum größer zu gestalten und sogar mehr Platz für Gepäck herauszuschlagen. Der Kofferraum fasst jetzt 300 Liter, bei umgeklappten Rücksitzlehnen sogar 1163 Liter (vorher 260 und 1016 Liter).

Insgesamt sieben Motorisierungen stehen für das neue Modell zur Verfügung, vier Benziner mit einem Leistungsspektrum von 60 bis 105 PS sowie drei Diesel, die zwischen 70 und 105 PS leisten. Leider ist ein Rußpartikelfilter nur für die beiden stärkeren Selbstzünder-Versionen verfügbar. Serienmäßig soll der Fabia nach bisheriger Auskunft unter anderem mit sechs Airbags ausgestattet sein und mit einem "Top Tether", einem speziellen Zusatzgurt im Fond, an dem ein Kindersitz von oben befestigt werden kann.

Der neue Fabia tritt zunächst als klassisches Kompaktmodell an. Die Kombi- und die Stufenheckversion werden später erscheinen - bis dahin fertigt Skoda diese beiden Karosserietypen der ersten Fabia-Generation weiter. Ein inzwischen bewährter Kniff, um das Angebot möglichst breit zu halten und die Produktionswerkzeuge optimal auszunutzen.

Mit dem Fabia gelang Skoda der bislang größte Erfolg in der mehr als hundertjährigen Firmengeschichte. Mehr als 1,5 Millionen Mal wurde das Auto seit seinem Debüt im Jahr 2000 verkauft. Und noch immer wirkt das Auto frisch und ansehnlich. Von Januar bis einschließlich November wurden allein in Deutschland mehr als 51.000 Fabia-Modelle neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent, und längst hat der Fabia zu anderen Kleinwagen-Bestsellern wie dem Ford Fiesta oder dem Opel Corsa aufgeschlossen.

jüp