Skoda Joyster Der Lückenschlüpfer
Angeblich ist das Auto noch gar nicht fertig, und es wird wohl noch bis zur letzten Minute vor der Messe an der Studie geschraubt, gefeilt und gedengelt. Doch mit einer Zeichnung möchte die tschechische VW-Tochter Skoda bereits vorab Aufmerksamkeit erregen für ein Auto, das im Mittelpunkt des Messestandes auf der Mondial de l'Automobile in Paris (30. September bis 15. Oktober) stehen wird: der Skoda Joyster.
Der Dreitürer, das erkennt man bereits jetzt, zeigt eine um den typischen Skoda-Kühlergrill rassig ausmodellierte Frontpartie, die bis weit in die Flanken ausläuft und dort schwungvoll von Karosserielinien aufgenommen wird, die bis zur markanten C-Säule laufen. Das Heck fällt dann ziemlich steil und knackig ab - so dass eine Art Shooting-Brake im Kleinformat entsteht.
"Simply clever" lautet der Skoda-Markenslogan, und auch diese Studie zeigt wieder einmal, dass die Tschechen offenbar ein Gespür dafür haben, was ihrem Sortiment noch fehlen könnte und wie sich diese Lücke ausfüllen ließe. Zuletzt gelang dies mit dem Modell Roomster, einem kompakten Vielzweckauto mit Van-Elementen; demnächst dürfte sich das Prozedere mit dem Kompakt-SUV Yeti wiederholen. Und warum eigentlich nicht auch - in zwei, drei Jahren zum Beispiel - mit dem Joyster?
Denn so viel steht fest: Die Studien, die Skoda zuletzt auf Automobilausstellungen ins Rampenlicht schob, haben es alle bis zur Serienreife geschafft (Roomster) oder stehen kurz davor (Yeti). Warum sollte die Marke mit dieser Tradition ausgerechnet bei einem so feschen und passenden Modell wie dem Joyster brechen? Zumal Skoda seine Zukunftsmärkte vor allem in Mittel- und Osteuropa sieht, und dort dürfte ein sportliches Coupé zu einem vernünftigen Preis höchst willkommen sein.
jüp