Smart 2nd generation: Stabilität in Serie - DER SPIEGEL
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Smart 2nd generation Stabilität in Serie

Zu Beginn waren Smart-Mobile häufiger in den Schlagzeilen als auf den Straßen zu finden. Wegen ihres hohen Schwerpunkts gerieten die kugelförmigen Fahrzeuge bei extremen Fahrmanövern oder schlüpfrigen Wetterverhältnissen leicht ins Rotieren. Mit der "2nd generation" soll das nicht mehr passieren. Ab sofort sind alle Smart City-Coupés und Cabrios serienmäßig mit der Anti-Schleuderhilfe ESP ausgestattet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das elektronische Stabilitätsprogramm bremst in heiklen Situationen automatisch einzelne Räder ab, um ein Über- oder Untersteuern zu verhindern. Darüber hinaus enthält ESP weitere Sicherheits- und Komfortfunktionen, wie Anfahr- und Bremsassistent sowie eine Antriebsschlupfregelung. Auch das Antiblockiersystem ABS inklusive der elektronischen Bremskraftverteilung EBV sind darin integriert. Dem ungewöhnlich straffen Fahrwerk des Smarts beschert das ESP außerdem eine weichere Abstimmung der Federung und mehr Federweg als bisher.

Aber auch unter den kurzen Motorhauben von Smart City-Coupé und Cabrio wurde technisch aufgerüstet. Der Hubraum des überarbeiteten Dreizylinder-Turbomotors wurde von bisher 599 auf 698 Kubikzentimeter erhöht. Die Benziner werden damit künftig in zwei Leistungsvarianten angeboten: 37 kW (50 PS) und 45 kW (61 PS), gegenüber den bisherigen 33 kW (45 PS) bzw. 40 kW (55 PS). Die Ottomotoren erfüllen außerdem die Abgasnorm EU4, was die Besitzer in Deutschland bis 31.12.2005 von der Kfz-Steuer befreit. Unverändert bleibt der bekannte cdi-Dieselmotor mit 30 kW (41 PS).

Gleichzeitig nimmt die DaimlerChrysler-Tochter mit der Neuauflage die vom Joint-Venture Smart-Brabus GmbH entwickelten Tuning-Versionen ins Programm auf. Die Mercedes-Veredler aus Bottrop liefern City-Coupé und Cabrio mit einem 55 kW (75 PS) starken Motor aus, der anders als die Serienfahrzeuge eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h - statt der regulären 135 km/h - zulässt. Allerdings müssen Kunden für die veredelten Smart-Varianten auch tief in die Tasche greifen. Das Smart City-Coupé Brabus kostet 17.895 Euro, immerhin mehr als doppelt so viel wie die City-Coupé-Basisversion (Ausstattung pure mit 37 kW, 50 PS), die bereits für 8.820 Euro zu haben ist. Das Smart Cabrio von Brabus schlägt mit 20.550 Euro zu Buche. Für die Design- und Ausstattungslinien pulse (Aufpreis: 850 Euro) und passion (1.700 Euro) ist jetzt auf Wunsch ein Dreispeichen-Ledersportlenkrad erhältlich, in Verbindung mit Lenkradwippen zum sportlichen Schalten des sequentiellen Getriebes. Die Geschwindigkeit kann außerdem ab April mit Hilfe eines Tempomats inklusive Temposet geregelt oder nach oben hin begrenzt werden. Ebenfalls als Sonderausstattung steht für City-Coupé und Cabrio künftig die elektrische Servolenkung zur Verfügung, mit der demnächst Smart Roadster und Roadster-Coupé fahren werden.