Smart-Marketingaktion Der Robinson-Roadster
Erst Anfang des Jahres hatte der neue Mercedes-Chef Eckhard Cordes den Mini-SUV Smart Formore zurückgepfiffen und weitere Pläne zum Ausbau der Böblinger Konzerntochter auf Eis gelegt. Man wolle die künftige Produkt- und Vertriebsstrategie auf den Prüfstand stellen, lautete die Begründung. Smarts kosten zwar, aber bieten kaum mehr als die Konkurrenten.
Insbesondere beim Roadster hakelt es. Im vergangenen Jahr wollten in Deutschland gerade noch 14.000 Kunden das teure Spielzeug kaufen - ein Minus von 25 Prozent. So bleibt Marketing- und Vertriebschef Anders Sundt Jensen nur, "in der momentanen konjunkturellen Lage einen anderen Weg" zu gehen.
Und der führt direkt in den Robinson Club Esquinzo Playa auf Fuerteventura. Hier darf der Smart-Roadster-Käufer gemeinsam mit einer Begleitperson eine Woche Sonne tanken - inklusive Mietwagen. Vor Ort steht ein Smart Roadster zur Verfügung. Anstelle preisgünstiger Sondermodelle und immer neuer Rabattwochen liefere Smart damit laut Jensen "Kaufargumente, die nicht nur den Kopf, sondern mindestens genauso den Bauch ansprechen." Doch Eile ist geboten, die Aktion ist auf 100 Fahrzeuge limitiert.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Mit einer ähnlichen Aktion hatte bereits 1999 der deutsche Importeur der malaysischen Automarke Proton für Aufsehen gesorgt. Beim Kauf eines Fahrzeugs bekam auch hier der Kunde eine einwöchige Reise nach Malaysia geschenkt. Mit mäßigem Erfolg. Knapp zwei Jahre später war Proton vom deutschen Markt verschwunden.