Smart Roadster: Vor-Premiere in Berlin - DER SPIEGEL
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Smart Roadster Vor-Premiere in Berlin

Eine Premiere ist eigentlich unteilbar, die Mercedes-Tochter Smart versucht es trotzdem. Heute wurden zum allerersten Mal die neuen Modelle Smart Roadster und Roadster Coupé in Berlin enthüllt. Die "offizielle Weltpremiere" jedoch wird am 26. September in Paris gefeiert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf ein paar Wochen kommt es ohnehin nicht an, denn bei den Händlern werden die neuen Modelle erst im April des kommenden Jahres stehen. Wer zu diesem Zeitpunkt den Erwerb eines agilen, kompakten und offenen Zweisitzers plant, kann schon mal mit dem Sparen beginnen. Ab 15.000 Euro werden die Autos kosten.

Mit Roadster und Roadster Coupé greift Smart eine Idee aus den fünziger und sechziger Jahren auf. "Wir wollten ein modernes Auto bauen, das so leicht, puristisch und flott ist wie etwa die Roadster-Klassiker MGA oder der Austin Healy Frogeye", sagt Smart-Chef Andreas Renschler. Ein wichtiges Entwicklungsziel sei deshalb ein gutes "Leistungsgewicht" gewesen. Der Quotient aus Fahrzeuggewicht und Motorleistung also sollte möglichst niedrig ausfallen. Beim Smart Roadster ergeben sich folgende Werte: 13,2 Kilogramm je Kilowatt oder 9,6 Kilogramm je PS. Das ist ordentlich, zumindest liegt es unter den Werten der meisten anderen Mitbewerber auf dem Roadster-Markt.

Smart Roadster: Stoffverdeck verschwindet auf Knopfdruck im Kofferraum

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Smart Roadster: Der kompakte Zweisitzer ist ab April 2003 zu haben

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Roadster Coupé und Roadster: Smart greift Ideen aus den fünfziger und sechziger Jahren auf

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Smart Roadster Coupé: Mit Glaskuppel am Heck und zweigeteiltem Hardtop

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Smart Roadster Coupé: Rund ein Meter länger als der bisherige Smart

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Smart Roadster Coupé: Gutes "Leistungsgewicht"

Smart Roadster Coupé: Gutes "Leistungsgewicht"


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Smart setzt auch bei den neuen Modellen auf die Corporate Identity der Produkte. Die Autos sind also zweifarbig, fallen durch ihre kühn geschwungene und schwarz oder silbern lackierte Sicherheitszelle auf, durch die andersfarbigen Karosserieteile und ihre kompakten Abmessungen. Während die bisherigen Smarts rund 2,50 Meter lang sind, wuchsen die Neuen auf 3,42 Meter (Radstand 2,36 Meter). Allerdings beträgt die Höhe von Roadster und Roadster Coupé lediglich 1,19 Meter. Im Heck rumort der bekannte Dreizylinder-Turbomotor, dessen Hubraum jedoch von 600 auf 700 Kubikzentimeter vergrößert wurde und dessen Leistung auf 82 PS stieg (60 kW). In Fahrleistungen umgesetzt ergeben sich daraus eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h und ein Beschleunigungsvermögen von 10,9 Sekunden für den Spurt von null auf Tempo 100.

Beide Varianten wiegen etwa 800 Kilogramm, beide verbrauchen "weniger als 5,5 Liter Sprit je 100 Kilometer", wie Smart verspricht, beide fahren mit automatisiertem Sechsganggetriebe vor, beide sind serienmäßig mit ESP, ABS, EBV und zwei Airbags ausgestattet. Wo liegen die Unterschiede? Der Roadster wird ab Werk mit einem Stoffverdeck ausgeliefert, das sich auf Knopfdruck stufenlos nach hinten schiebt und schließlich im Kofferraum verschwindet. Wem das nicht gefällt, der kann stattdessen ohne Aufpreis ein zweigeteiltes Hardtop ordern, dessen Hälften jeweils etwa fünf Kilogramm wiegen und die ebenfalls abgenommen und im Kofferraum verstaut werden können.

Das etwas teurere Roadster Coupé trägt am Heck eine Glaskuppel und fährt serienmäßig mit abnehmbarem und geteiltem Hardtop vor. Als Sonderausstattung (und gegen Aufpreis) kann aber zusätzlich ein Stoffverdeck eingebaut werden. Zudem bietet das Roadster Coupé den größeren Kofferraum der beiden Neulinge (189 Liter statt 86 Liter beim Roadster); unter der vorderen Haube befindet sich bei beiden Modellen ein Ablagefach mit 59 Liter Volumen.

Über die Absatzzahlen mögen die Smart-Verantwortlichen nicht spekulieren. Sie sagen lediglich, dass die Grenze zur Wirtschaftlichkeit der neuen Modelle bei etwa 10.000 Einheiten pro Jahr liege. Und dann hört man noch, dass Roadster und Roadster Coupé neben der Image-Auffrischung schon auch zum Ergebnis der Marke betragen sollen. Das überrascht nun nicht besonders. Smart jedenfalls, so die offizielle Verlautbarung, wird im Jahr 2004 den Break Even erreicht haben. Im Frühjahr 2004 wird dann auch der Viersitzer die erste von mehreren Premieren hinter sich haben.