Sowjetlimousine: Modell Wolga rollt aus - DER SPIEGEL
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Sowjetlimousine Modell Wolga rollt aus

Der "Mercedes des Ostens" hat ausgedient: Die russische Luxuslimousine Wolga aus dem Hause des Autobauers GAZ soll nicht mehr gebaut werden. Nach fast 50 Jahren Produktionszeit verabschieden sich die Hersteller von dem Leichtwagenmodell.
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Moskau - Das langjährige Lieblingsfahrzeug sowjetischer Beamter wird nicht lange produziert. Der letzte Wolga werde im Werk in Nischni Nowgorod in zwei Jahren vom Band laufen, sagte der GAZ-Sprecher Sergej Lugowskij der russischen Nachrichtenagentur Ria. Das Unternehmen wolle sich in Zukunft auf Kleinbusse und Lastwagen konzentrieren.

Der zu sowjetischen Zeiten konstruierte Wolga sei veraltet, es werde keine Weiterentwicklung geben, sagte GAZ-Unternehmer Oleg Deripaska laut russischen Medienberichten. Der Wolga stellte in der Sowjetunion die Oberklasse des Automobilbaus dar, der Rest des Landes fuhr Lada oder Moskwitsch. Allerdings wurde das Modell seitdem kaum erneuert, Neuwagen litten unter Qualitätsmängeln. Die einfache und robuste Bauweise des Wagens war auch ein Vorteil. Reparaturen konnten die Besitzer leicht selbst ausführen.

Der erste Wolga kam 1956 auf die Straße. Das Modell GAZ-21 hatte ein Reh als Symbol auf der Haube. In der Sowjetunion und der früheren DDR kam der Wolga oft als Taxi zum Einsatz, heute ist er nur noch selten zu sehen. Der Oldtimer aus Sowjetzeiten hat noch heute Fans in Russland. Das erste Modell, das auch der russische Präsident Wladimir Putin besitzt, fuhr maximal 130 km/h und brauchte für eine Geschwindigkeit von 100 km/h 34 Sekunden Anlaufzeit.