Stauprognose ADAC: Am Wochenende droht Stillstand - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

ADAC-Stauprognose Am Wochenende geht auf vielen Autobahnen nichts mehr

Am Wochenende gibt es kaum Entrinnen aus dem Stau. Während die Sommerferien in vielen Bundesländern enden, gehen manche Urlauber erst jetzt auf große Tour. Vor diesen Brennpunkten warnt der ADAC.
Verkehrsclubs erwarten an diesem Wochenende Stillstand auf vielen Autobahnen
Verkehrsclubs erwarten an diesem Wochenende Stillstand auf vielen Autobahnen

Verkehrsclubs erwarten an diesem Wochenende Stillstand auf vielen Autobahnen

Foto: Holger Hollemann/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Rückreisewelle schwillt an, und gleichzeitig brechen viele Urlauber noch in die Ferien auf: Diese Gemengelage verschärft das Stauproblem am kommenden Wochenende.

Auf dem Heimweg sind vor allem Autofahrer aus Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, dem Saarland und aus Teilen Nordeuropas. In diesen Gebieten beginnt in Kürze wieder die Schule. Viele Baden-Württemberger und Bayern hingegen gehen erst jetzt auf große Fahrt.

Wer nicht stundenlang in der Blechlawine ausharren möchte, sollte nicht am Wochenende reisen. Bessere Reisebedingungen erwartet der ADAC an einem Montag oder Dienstag.

Wer dann nicht fahren kann, sollte am Wochenende zumindest sehr früh morgens, spät abends oder nachts starten. Als Hauptreisezeiten nennt der Auto Club Europa (ACE) am Freitag den Zeitraum von 12.00 bis 20.00 Uhr, am Samstag von 8.00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 bis 20.00 Uhr.

Weitere Brennpunkte sind Berlin, Hamburg, das Rhein-Ruhr- und das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart und München sowie Routen von und zu den deutschen Küsten. Zudem müssen Autofahrer auf den folgenden Strecken mit Staus in beiden Richtungen rechnen:

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A 1 Puttgarden - Hamburg - Bremen
  • A 2 Dortmund - Hannover - Magdeburg
  • A 3 Passau - Nürnberg - Frankfurt - Köln
  • A 4 Dresden - Erfurt - Kirchheimer Dreieck
  • A 5 Basel - Karlsruhe - Hattenbacher Dreieck
  • A 7 Füssen/Reutte - Würzburg - Hannover - Hamburg - Flensburg
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9 München - Nürnberg - Berlin
  • A 10 Berliner Ring
  • A 24 Hamburg - Berlin
  • A 61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
  • A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 München - Lindau
  • A 99 Umfahrung München

Im Alpenraum bricht der Urlauberverkehr ebenfalls häufig zusammen. Die Staugefahr ist am kommenden Wochenende in allen Richtungen groß. Brennpunkte in Österreich sind die A 10 (Tauern-), die A 11 (Karawanken-), A 12 (Inntal-), die A 13 (Brenner-) und die A 14 (Rheintalautobahn), der Fernpass, sowie die Fernstraßen zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten.

Dazu kommt das Fahrverbot für Durchgangsverkehr auf einigen Landstraßen in Tirol und Salzburg. So können durchreisende Touristen die Ausfahrten zwischen Hall und Zirl auf der Inntalautobahn (A 12) sowie bei Patsch und bei Gries am Brenner auf der Brennerautobahn (A 13) nicht nutzen, teilt der ACE mit. Von den Fahrverboten in Salzburg sei die A 10 besonders betroffen.

Fotostrecke

Mauten in Europa: Wo An- und Abreise für Deutsche am meisten kosten

Foto: Frank Sorge/ imago images

Hohe Staugefahr sagen die Clubs auch für die Schweiz voraus - zum Beispiel vor dem Gotthardtunnel (A 2). Auch auf der Alternativroute St. Margarethen - Bellinzona (A 13) müssen Reisende mit Störungen und Staus rechnen. Diese Ausweichstrecke sei zu empfehlen, wenn die Wartezeit vor dem Gotthardtunnel mehr als eine Stunde beträgt. Ebenfalls besonders stark belastet sein werden die A 1 (St. Gallen - Zürich - Bern) und die A 3 (Basel - Zürich - Chur).

An den Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim) muss mit langen Wartezeiten wegen Grenzkontrollen gerechnet werden.

Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC generell nur selten einen Vorteil. Auch die Ausweichstrecken sind schnell verstopft. Erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung sei es sinnvoll, von der Autobahn abzufahren.

Anm. d. Red.: Ursprünglich hieß es im Text, das Formel-1-Rennen in Ungarn verschärfe die Stausituation auf den österreichischen Autobahnen, das Rennen fand jedoch bereits am vergangenen Wochenende statt. Wir haben die Passage korrigiert.

cfr/dpa