Straßenverkehr: Ministerium will Schilderwald lichten - DER SPIEGEL
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Straßenverkehr Ministerium will Schilderwald lichten

Das Bundesverkehrsministerium will gegen die Flut an Verkehrsschildern auf deutschen Straßen vorgehen. Dem ADAC zufolge sind rund ein Drittel der Schilder überflüssig.
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Berlin - "Wir müssen alles an Schildern einsammeln, was unnötig ist", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums der "Berliner Zeitung". Zudem forderte er die Kommunen zu Zurückhaltung beim Aufstellen von Verkehrszeichen auf. "Wir brauchen nur so viele Schilder wie nötig, nicht wie möglich", wurde der Sprecher zitiert.

Auch Verkehrspolitiker der Bundestagsfraktionen forderten einen Abbau von Verkehrszeichen: "Wir müssen den Schilderwald auf deutschen Straßen endlich deutlich abbauen", sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer, dem Blatt. "A und O muss aber die Verkehrssicherheit bleiben."

Der Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann sagte der Zeitung: "In unserem Schilderwald gibt es noch viel Unkraut zu jäten." Gut ein Drittel der bundesweit 20 Millionen Verkehrsschilder sind überflüssig, schreibt das Blatt unter Berufung auf den ADAC.

Laut einer Umfrage glauben drei Viertel der Autofahrer, dass es zu viele Schilder gibt. In der niedersächsischen Kleinstadt Bohmte bei Osnabrück werden dem Bericht zufolge in einem EU-Projekt neue Methoden zur Verkehrsberuhigung und -sicherheit in Innenstädten erprobt. Der Ort solle dabei quasi ohne Schilder auskommen.

ler/AP