Streik: BMW muss mit Engpässen rechnen - DER SPIEGEL
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Streik BMW muss mit Engpässen rechnen

Noch geben sich die Münchner optimistisch - doch ein Streik in Norwegen könnte schon bald die Produktion bei BMW lahm legen. Bei Saab stehen die Bänder bereits still.
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Die Streiks in Norwegen könnten Teile der Autofertigung von BMW zum Erliegen bringen. "Wenn die Streiks am Mittwoch weitergehen, können wir nicht ausschließen, dass die Produktion in Bayern teilweise unterbrochen wird", sagte BMW-Sprecher Jürg Dinner am Montag in München.

Noch herrscht bei den bayerischen Autobauern allerdings Zuversicht. Es sei wahrscheinlich, dass die Arbeit in Norwegen bis Mittwoch wieder aufgenommen werde, so Dinner. Deshalb werde es voraussichtlich weder zu Produktionsstörungen noch zu Kurzarbeit kommen.

In der vergangenen Woche hatte Autohersteller BMW seinen norwegischen Lieferanten wegen der Streiks mit einem Einkaufsstopp gedroht. Norwegens größte Auto-Zulieferfirmen sind bereits seit einer Woche durch den Arbeitskampf faktisch lahm gelegt. Aufgrund des Arbeitskampfes könnten, so Experten, bis zu 100.000 Beschäftigte der Autoindustrie in ganz Europa vorübergehend zur Tatenlosigkeit verdammt sein.

Beim schwedischen Autohersteller Saab hat der Streik bereits zu Konsequenzen geführt: Im Stammwerk Trollhättan musste die Produktion wegen ausgebliebener Zulieferungen aus Norwegen eingestellt werden. Wie die Leitung des zu General Motors gehörenden Unternehmens mitteilte, sei der Vorrat an entsprechenden Teilen fünf Tage nach Beginn der umfassenden Lohnstreiks in Norwegen verbraucht. 4000 Saab-Beschäftigte sollen in Kurzarbeit geschickt werden.