Studie: Autokäufer erhalten bis zu 29 Prozent Rabatt - DER SPIEGEL
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Studie Autokäufer erhalten bis zu 29 Prozent Rabatt

Um Gunst und Geld der Autokäufer geht es den Herstellern, und um jede Neuzulassung kämpfen sie derzeit mit massiven Preisnachlässen. Dabei gehört der Fiat Stilo mit 29 Prozent Discount laut einer Studie zu den günstigsten Aktionsmodellen.
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Hamburg - Autokäufer können sich im Moment über so hohe Rabatte freuen wie kaum jemals zuvor, ermittelte eine aktuelle Markterhebung der Leverkusener Branchenbeobachters B&D-Forecast. Die Firma des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer errechnete durchschnittliche Preisnachlässe von 13,9 Prozent für Privatkäufer. Wer ein neues Auto kauft, bekomme der Studie zufolge bei Tageszulassungen sogar 20 Prozent Rabatt.

Unter der Top-20-Liste der höchsten Rabatte findet sich - von Ford abgesehen - kein deutscher Hersteller, wie aus der Studie hervorgeht, auf die die "Bild"-Zeitung in einem Vorabbericht hinwies. Spitzenreiter ist laut der Studie der Fiat Stilo mit 29 Prozent Rabatt vor dem Citroën Xsaga Picasso Diesel (28,4 Prozent) und dem Citroën Berlingo (27,7 Prozent). Ford bietet laut Dudenhöffer bis zu 23,4 Prozent beim Kauf eines Ka, Fiesta, Fusion, Focus, Mondeo und anderer Modelle.

Immer beliebter wird es, durch Händler-Zulassungen Rabatte an den Kunden weiterzugeben. "Das Gros der Fahrzeuge wandert dabei vom Handel mit kräftigen Preisnachlässen als junge Gebrauchte zum Privatkäufer", erläuterte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen das Vorgehen vieler Händler. So habe zum Jahresbeginn der Anteil der auf gewerbliche Halter neu zugelassenen Pkw das Höchstniveau von 57,7 Prozent im Januar und 54,6 Prozent im Februar erreicht.

Während die Käufer sich die Hände reiben können, müssen die Autobauer bluten: Die Sonderaktionen reißen tiefe Löcher in ihre Bilanzen. Die durchschnittliche Gewinnmarge gegenüber dem Listenpreis verringert sich laut Dudenhöffer im Privatkundengeschäft um 13,9 Prozent, im Firmengeschäft ist diese Rate noch höher.

Ein Ende des Rabattverhaltens ist auch in den nächsten sechs Monaten nach Worten des Autoexperten nicht in Sicht. Rechne man den Februar auf das Gesamtjahr hoch, würde das fast fünf Milliarden Euro Margenverlust für die Branche in Deutschland bedeuten. "Die amtlichen Zulassungszahlen verschleiern damit die wahre Situation im deutschen Autogeschäft: Der Markt ist knochenhart", betonte Dudenhöffer in der Studie.

abl/AP/ddp