Subaru in Genf SUV mit Boxer und Schild
Und in beiden Fällen ist die Handschrift des Chef- und Ex-Alfa-Romeo-Designers Andreas Zapatinas deutlich zu sehen. Vor allem die Frontpartie des B9 Tribeca mit dem schildförmigen Kühlergrill, den Querstreben darin und den seitlichen Lufteinlässen erinnern an das vertraute "Scudetto"-Gesicht seines ehemaligen Mailänder Arbeitgebers. Und auch die schmalen, ums Eck laufenden Rücklichtbänder entsprechen bekannten italienischen Formen. Weitere stilprägende Merkmale des neuen Subaru-Designs sind die mittige Wölbung auf der Motorhaube, die betonten Radauschnitte, die konkav-konvex geformte, hohe Gürtellinie sowie die spitz nach oben zulaufenden hinteren Seitenfenster.
Oberhalb der bisherigen Spitzenmodelle Legacy und Outback rangiert der B9 Tribeca als Subarus neues Flaggschiff. Auf einer Länge von 4,82 Meter, 1,88 Meter Breite und 1,69 Meter Höhe bietet der Wagen Platz für sieben Personen. Durch die Bodenfreiheit von 21,3 Zentimetern sowie dem so genannten Symmetrical-AWD-Allradantrieb soll der SUV sich seinen Weg auch durch leichtes Gelände bahnen. Unter der Haube steckt der bekannte Sechszylinder-Boxermotor, der aus 3000 Kubikzentimeter Hubraum 245 PS (180 kW) schöpft und ein maximales Drehmoment von 297 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Über ein elektronisch gesteuertes Fünfgang-Automatikgetriebe mit manueller Schaltkulisse gelangt die Kraft an alle vier Räder. Die sind 18 Zoll groß und unterstreichen den ambitionierten Auftritt des geländegängigen Siebensitzer.
Zur serienmäßigen Sicherheitsausrüstung gehören zweistufige Front-Airbags, Seitenairbags und seitliche Vorhang-Airbags, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung EBD sowie das japanische ESP Vehicle Dynamics Control.
Schon im Frühsommer soll Subarus erster SUV auf den Markt kommen. Allerdings vorerst nur auf den US-amerikanischen, für den der Wagen entwickelt wurde und wo er auch gebaut wird. Deshalb auch der ungewöhnliche Name, der sich zusammensetzt aus: "B" wie Boxermotor, "9" ist die firmeninterne Codenummer des Neulings und "Tribeca" heißt ein Trend-Stadtteil in New York (Triangle Below Canal Street). Ob der geländegängige Siebensitzer den Sprung über den großen Teich schafft, ist noch offen.
Chancen auf einen Einsatz in der Alten Welt hat da schon eher das Minicar R1, das im Januar auf dem japanischen Markt eingeführt wurde und nun zum ersten Mal von Subaru in Europa gezeigt wird.
Der Dreitürer ist ein 2+2-Sitzer, der neben seinen beiden vorderen Plätzen je nach Bedarf zwei weiteren Passagieren oder dem Gepäck mehr Platz einräumt. Angetrieben wird er von einem Vierzylindermotörchen mit 660 Kubikzentimeter Hubraum, der mit einem stufenlosen CVT-Automatikgetriebe kombiniert ist und damit die japanischen U-LEV-Grenzwerte (Ultra Low Emission Vehicle) für emissionsarme Fahrzeuge um 50 Prozent unterbieten soll.
Auch der als Stadtfahrzeug konzipierte R1 trägt mit seinen kurzen Überhängen und der geschwungenen Dachlinie die neue Subaru-Formensprache. Auffällig sind die vergleichsweise großen 15-Zoll-Räder, die rundum einzeln aufgehängt, mit Reifen der Dimension 155/60R15 bestückt sind. Zur Sicherheitsausrüstung zählen Front-Airbags, Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern, ABS mit Bremsassistent und elektronischer Bremskraftverteilung sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen, Seitenairbags oder ESP gibt es nicht.