Subaru Legacy: Frisch gemacht - DER SPIEGEL
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Subaru Legacy Frisch gemacht

Die IAA 2003 in Frankfurt wirft ihre Schatten voraus. Auf der bedeutendsten Automesse der Welt präsentiert Subaru Anfang September seinen neuen Legacy als Limousine und Kombi. Die vierte Generation des allradgetriebenen Mittelklasse-Modells wurde optisch kräftig modernisiert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auch wenn Subaru behauptet, der neue "Legacy bricht nicht mit dem Design seiner Vorgänger", so ist deutlich zu sehen, dass der Alfa-147-Designer Andreas Zapatinas eine frischere Formensprache spricht. Der Biedermann-Charme ist einer sportlichen Erscheinung gewichen, Linien und Silhouette des 4,68 Meter langen und 1,73 Meter breiten Legacy sind deutlich und prägnant. Das Flügeldesign des Kühlergrills soll als neues Erkennungszeichen der Marke an allen künftigen Modellen zu finden sein. Auch aerodynamisch zeigt sich die neue Form mit einem Luftwiderstandbeiwert von cW 0,28 (Limousine) bzw. cW 0,30 (Kombi) von der windschlüpfigen Seite.

Treu geblieben ist Subaru hingegen dem Boxermotor. In Deutschland werden die Japaner für den neuen Legacy drei alte Bekannte anbieten: Der Legacy 2.0 mit 101 kW (137 PS), darüber rangiert der Legacy 2.5 mit 121 kW (170 PS), Und als Topmotorisierung der Legacy H6 3.0, dessen Sechszylinder-Boxermotor 184 kW (250 PS) leistet. Alle Motoren sollen jedoch grundlegend überarbeitet und optimiert worden sein. Dabei legten die Konstrukteure den Schwerpunkt auf das Einlass- und Auslasssystem. Alle Motoren sind nun mit gleich langen Auspuffrohren ausgestattet, eine elektronische Drosselklappe sorgt für ein direktes Ansprechverhalten des Motors.

Am Grundprinzip des Fahrwerks mit Multilenker-Hinterachse hat sich ebenfalls nichts geändert, ebenso wie der japanische Allradspezialist nicht auf seine Domäne, den permanenten Vierradantrieb, verzichtete. Allerdings steht der Wagen jetzt satter auf der Straße. Denn die Spurweite wuchs vorne um 30 und hinten um 25 Millimeter. Außerdem wurde der Boxermotor vorn um 22 Millimeter abgesenkt und schwere Elemente wie Getriebe und Schaltung innerhalb des Radstandes verlegt. Alles zusammen soll der Stabilität und dem Handling des neuen Legacy zugute kommen.

Neu sind hingegen konstruktive Maßnahmen zum Fußgängerschutz. Motorhaube und Stoßfänger sollen so kollisionskompatibel gestaltet sein, dass ein Fußgänger bei einem Aufprall möglichst glimpflich davonkommt. Außerdem wurde der Abstand zwischen Motorhaube und Motor vergrößert, was den Aufprall eines Körpers auf die Motorhaube abdämpft. Die Halterungen der Wischerblätter verfügen über Sollbruchstellen und sollen ebenfalls das Verletzungsrisiko vermindern.

Der Legacy ist ein wichtiges Pferd im Subaru-Stall. Weltweit verkaufen die Japaner jeden Monat rund 18.000 Stück davon. Entsprechend hoch ist die Erwartung für die neue Generation auch in Deutschland. "Der Legacy ist sehr wichtig für Subaru, da er ein breites Segment abdeckt", sagt der deutsche Subaru-Geschaftsführer Jens Becker. Er rechnet für das kommende Jahr mit einem Verkauf von 2500 Exemplaren. Was viel ist. In 2002 hatte Subaru in Deutschland laut KBA gerade 1419 Legacy verkauft. Wobei der Modellmix bei 80 Prozent Kombi und 20 Prozent Limousine lag. "Das könnte sich mit der neuen Generation ändern, denn auch die Limousine sieht sehr gut aus", verspricht Becker.

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