Subaru-Modelle Allrad marsch!
Doch allein die Antriebsart ist natürlich kein Garant für stabile Zuwachszahlen. Die Automarke des japanischen Großkonzerns Fuji Heavy Industries musste im Gegenteil einen herben Rückschlag einstecken, denn noch im Vorjahr (1999) lagen die Neuzulassungen nach Angaben des Kraftfahrt Bundesamtes bei rund 11.800 Fahrzeugen.
Zur Erholung, oder zumindest Stabilisierung der Absatzzahlen bei den 380 Händlern in Deutschland sollen nun einige Neuheiten beitragen. "Fortschritt ist weitergeführte Tradition" - mit diesem Zitat von Carl Friedrich von Weizsäcker macht sich die Subaru GmbH in Friedberg Mut.
Mit einem neuen Motor tritt zum Beispiel der Justy künftig an, der kleinste Wagen im Modellprogramm der Japaner. Gefertigt wird das Auto in einer Kooperation mit Suzuki in Ungarn. Er gibt das Kompaktauto als Drei- oder Fünftürer, die Stoßfänger wurden zum neuen Modelljahr leicht modifiziert doch die entscheidende Änderung sitzt unter der Motorhaube. Dort kommt nun ein auf 86 PS (63 kW) verstärkter 1,3-Liter-Vierzylinder zum Einsatz, der satte 18 PS (13 kW) mehr leistet als die Vorgängermaschine.
Der Grund für die Leistungssteigerung ist der Einsatz der Vierventiltechnik, die über eine obenliegende Nockenwelle gesteuert werden. Die Fahrdaten sind für ein Auto dieses Kalibers ausreichend: In 13 Sekunden beschleunigt der Wagen von 0 auf Tempo 100, als Höchstgeschwindigkeit sind 155 km/h möglich und als Durchschnittsverbrauch gibt Subaru 6,8 Liter Normalbenzin je 100 Kilometer an. Das ist nicht gerade sparsam, aber für ein Allradauto noch akzeptabel.
Die Justy-Preispalette beginnt bei 22.990 Mark. Einige Neuheiten stecken auch in der Mittelklasse-Baureihe Legacy, die als Limousine oder Kombi angeboten wird. Ab sofort serienmäßig sind elektrisch beheizbare Außenspiegel sowie, in den Ausstattungsniveaus GL und GX, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Holzdekor, Klimaautomatik und Stereo-CD-Radioanlage. Im Grunde also sind es einige Komfort-Details, die nun ins Angebot aufgenommen wurden.
Als Motoren kommen zwei Vierzylinder-Boxeraggregate zum Einsatz. Der kleinere der beiden holt aus 2 Liter Hubraum 125 PS (92 kW), das stärkere Triebwerk ist eine 2,5-Liter-Maschine mit 156 PS (115 kW). Die Legacy-Preise beginnen bei 41.490 Mark.
Einige Neuerungen gibt es auch für den Geländewagen namens Forester. Zunächst wird der Wagen mit dem 2-Liter-Vierzylinder-Boxermotor (125 PS/92 kW) nun in der Grundversion "Trend" für 39.990 Mark angeboten; so günstig war der Wagen bislang nie nicht zu haben.
Dazu kommen weitere Überarbeitungen, wie etwa ein nun auf 177 PS (130 kW) getrimmter 2-Liter-Vierzylinder-Turbomotor (bislang 170 PS/125 kW), die serienmäßige Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, eine neu gestaltete Mittelkonsole sowie, für die besser ausgestatteten Varianten, ab Werk Klimaautomatik und Tempomat.
"Die meisten Dinge, die uns Vergnügen bereiten, sind unvernünftig", zitiert die Subaru-Mitteilung an einer anderen Stelle Montesquieu. Was wollen die Japaner damit ausdrücken? Vielleicht doch eine leise Selbstkritik in Sachen standardmäßiger Allradantrieb? Es wäre zumindest eine Möglichkeit.