Tankdeckelgalerie O'zapft is
Tanken ist so selbstverständlich, das lernt man nicht einmal extra in der Fahrschule. Und wer öfter mal mit verschiedenen Pkw-Typen fährt, fragt sich höchstens, auf welcher Seite die Tankklappe angebracht ist und wo die Fernentriegelung für die Abdeckung sich versteckt. Sonst aber ist alles klar: Tankklappe auf, Tankdeckel öffnen und rein mit der Zapfpistole, auf dass energiehaltiger Kraftstoff in den Tank strömt.
Aufpassen muss man nur, dass man die richtige Sorte wählt. Doch bei neueren Autos steht der Name des benötigten Treibstoffs unübersehbar am Tankstutzen und lesen wird beim Autofahren ja ohnehin vorausgesetzt. Es sieht allerdings so aus, als sei die ganze längst verinnerlichte Tankprozedur und mit ihr auch einiges Andere vom Aussterben bedroht. Denn wenn es stimmt, wie Fachleute melden, dass im Jahr 2025 praktisch kein Neuwagen mehr ausgeliefert wird, der nicht wenigstens ein bisschen mit Strom fährt (also zumindest ein Hybrid-Auto ist), dann wird es die gewohnte Tankerei nicht mehr lange geben.
SPIEGEL ONLINE hat daher auf dem Autosalon in Paris, der noch bis zum 19. Oktober stattfindet, besonders markante Tankdeckel herkömmlicher Art im Bild festgehalten. Sozusagen als Erinnerung an jene Zeit, in der Sprit etwas so Selbstverständliches war, dass man ihn an jeder Ecke literweise zapfen konnte. Und zugleich haben wir einige nun ja: Tankverbindungen der Zukunft fotografiert, um heute schon mal zu zeigen, wie wir morgen unsere Autos volltanken werden. Oder sagt man dann vollstromern, oder vollladen, oder vollspannen?
jüp