Technik Kälte aus Lärm
Die Anlage des Ingenieurs Luke Zoontjens wandelt Auspuffhitze in sehr lauten Schall um, der wiederum Kälte erzeugt. Das sogenannte thermoakustische Verfahren spart im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen Energie, weil es ausschließlich mit der Abwärme des Motors arbeitet.
Auspuffhitze von bis zu 1000 Grad wird bei dem Verfahren in Schallwellen umgewandelt, die in einem geschlossenen Aluminiumzylinder bis auf eine Lautstärke von etwa 180 Dezibel verstärkt werden. Die Energie des Schalls wiederum erzeugt kalte Bereiche auf der Wand des Zylinders, an denen Luft gekühlt werden kann.
Um einen merklichen Effekt zu erreichen, sei allerdings brachialer Lärm vonnöten, erläutert Zoontjens. Die Lautstärke im Gerät gleiche in etwa der "eines Space-Shuttle-Starts". Von außen sei davon allerdings glücklicherweise kaum etwas zu hören.