Top Gear: Jeremy Clarkson Argentinien angegriffen - DER SPIEGEL
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Kult-Auto-Sendung "Top Gear" Jeremy Clarkson mit Steinen beworfen

Moderator Jeremy Clarkson und sein TV-Team von "Top Gear" mussten einen Dreh in Argentinien vorzeitig beenden und nach Chile ausreisen. Wütende Bürger hatten den BBC-Star angegriffen - wegen seines Autokennzeichens.
Moderator Clarkson: Notorisch provokantes Mundwerk
Moderator Clarkson: Notorisch provokantes Mundwerk

Moderator Clarkson: Notorisch provokantes Mundwerk

Foto: Ian Gavan/ Getty Images
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Das Team des BBC-Kultmagazins "Top Gear" hat den Dreh einer neuen Folge seiner Auto-Sendung in Argentinien vorzeitig abgebrochen. Die Moderatoren Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May mussten ihre Autos verlassen, nachdem wütende Argentinier Steine auf die Fahrzeuge geworfen hatten, berichten britische Medien .

Der Grund für diesen Aufruhr in Patagonien war offenbar Jeremy Clarksons Nummernschild: Sein Porsche trug das Kennzeichen "H982 FKL", das zwei argentinische Zeitungen als Anspielung auf den Falkland-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien im Jahr 1982 interpretierten.

Falkland-Veteranen hatten daraufhin vor dem Hotel der Moderatoren Proteste organisiert. Nach den Angriffen wurden die drei Moderatoren zum Flughafen eskortiert und verließen das Land drei Tage früher als geplant.

Unglücklicher Zufall?

Die BBC hatte die Ziffernfolge auf dem Kennzeichen als unglücklichen Zufall abgetan. Andy Wilman, Produzent von "Top Gear", sagte, die Produktionsfirma habe drei Autos für eine der nächsten Sendungen gekauft. "Wir haben weder das Auto aufgrund seines Kennzeichens gewählt, noch haben wir das Nummernschild absichtlich ausgetauscht", sagte Wilman.

Moderator Clarkson eckt regelmäßig mit seinem losen Mundwerk und politisch wenig korrekten Aussagen an. Provokationen sind Teil des Konzepts des sehr beliebten Auto-Magazins. Erst im Frühjahr hatte sich die BBC offiziell für einen rassistischen Spruch in seiner Sendung entschuldigen müssen. Der Moderator stehe kurz vor dem Rausschmiss, berichten britische Medien .

Die Spannungen wegen der Falkland-Inseln schwelen seit Jahrzehnten. 1982 entluden sie sich in einem kurzen Krieg: Die argentinische Militärjunta startete die Invasion der Inseln - und musste eine bittere Niederlage hinnehmen. 649 argentinische Soldaten starben, es gab 255 britische Tote. Bis heute halten die Veteranen in Argentinien die Erinnerung an den Krieg wach. Die Falkland-Bewohner fühlen sich Großbritannien zugehörig und votierten 2013 in einem Referendum entsprechend.

cpa