Totalschaden Frauen auf Blech
Frau und Auto auf dem Bild? Verkauft sich immer gut. Aber wo soll sie hin? Hinterm Lenkrad hat Mann sie ja nicht so gerne. Dann lieber davor, nicht zu arg bekleidet und in ein-zweideutigen Stellungen aufs Blech drapiert. Dass so was nicht nur männlichen Knipser-Köpfen entspringt, hat erst jüngst Ellen von Unwerth demonstriert. Die Star-Fotografin setzte im Auftrag von VW schwüle Männerphantasien rund um den neuen Golf in Szene: schwarze Lack-Lady mit gewinkelten Beinen vor dem Auto liegend, rot lackiert mit offener Bluse dahinter, lasziv aus zerwühlten Klamotten von innen oder unschuldig mit Schirm und Minirock oben drauf. Ein künstlerisch wertvoller Fotoroman "um Liebe, Eifersucht, um Leidenschaft", für den Unwerth noch vor 20 Jahren von ihren Geschlechtsgenossinnen gesteinigt worden wäre.
Totalschaden: Frauen auf Blech
Da konnte dann auch Konzerntochter Skoda nicht zurückstehen und nahm sich ein Beispiel am großen Bruder - wenn auch weniger künstlerisch, denn klassisch. Bei der internationalen Präsentation des neuen Octavia in Athen ließen die Tschechen ein zypriotisches Model um den Wagen stolzieren - um die Abstandswarner piepen zu lassen. Allgemeines Kopfschütteln, selbst unter den männlichen Kollegen. Nach der Peep-Show durfte sich die dunkelhaarige Schönheit fürs Foto-Shooting in D&W-Manier am Blech reiben.
Und auch beim deutschen Mazda-Importeur liest Mann offensichtlich die einschlägigen Fachmagazine. Im Steckbrief des Playmate des Jahres 2003, Melanie Eder, lasen die Presseleute, dass die 22-jährige Blondine davon träumt, einmal in ihrem Leben einen Cabrio zu fahren. Prompt wurde ihr also ein roter MX-5 überlassen. Als Gegenleistung durfte Mazda die Münchenerin dafür auf dem Kotflügel ihres neuen Spielzeugs ablichten - wenn auch vorerst nur vergleichsweise züchtig, bauchnabelfrei im kurzen Röckchen. Doch der neue MX-5 steht ja schon in den Startlöchern. Mann wird also sehen...