Toyota Avensis: Auto mit Knieschoner - DER SPIEGEL
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Toyota Avensis Auto mit Knieschoner

Ein neuer Toyota Avensis geht an den Start. Größer, stattlicher und vollgepackt mit zahlreichen Neuheiten, soll die japanische Mittelklasse-Limousine im Frühjahr 2003 in die deutschen Showrooms rollen.
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Erkennen wird man ihn dort auf den ersten Blick. Optisch hat der Avensis mit dem Vorgänger nichts mehr gemein. Die Front wirkt wuchtiger und trägt deutliche Designzitate des kompakten Corolla - aber auch des VW Passat. Auffällig ist auch der weit vorn positionierte Passagierraum mit dem lang nach hinten auslaufenden Heck.

Entworfen und entwickelt wurde der Wagen in Europa. Gebaut wird er ebenso im britischen Burnaston in Karosserievarianten, 4-türiges Stufenheck, 5-türige Limousine sowie ein Kombi, die alle zur Markteinführung zur Verfügung stehen. Technisch wurde der 4,63 Meter lange (Combi: 4,70 Meter) Wagen vollkommen neu entwickelt.

Um mehr Platz im Innenraum zu schaffen, wurde die Hinterachse an Doppelquerlenkern aufgehängt. Sie soll außerdem die Spurtreue verbessern und in schnell gefahrenen Kurven für mehr Stabilität sorgen. Dazu trägt auch die im Vergleich zum Vorgängermodell um sechs Zentimeter breitere Spur bei.

Auch in Sachen Fahrkomfort will Toyota durch absorbtionsfähigere Materialien bei der Geräusch- und Vibrationsdämpfung Oberklasse-Niveau erreicht haben. Der Clou jedoch ist ein so genannter Knie-Airbag. Das System mit 18 Litern Volumen ist unter der Lenksäule platziert und soll im Falle eines Aufpralls die Knie und Unterschenkel des Fahrers vor Verletzungen etwa durch Lenksäule oder Zündschloss schützen.

Zur passiven Sicherheit gesellen sich darüber hinaus Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags vorn sowie Kopfairbags vorn und hinten. Der Fahrersitz ist zusätzlich mit einem Sensor ausgerüstet, der in Verbindung mit dem Crashsensor eine stufenweise Entfaltung des Airbags in Abhängigkeit von Aufprallintensität und Sitzposition erlaubt.

Erstmals zum Serieneinsatz kommt im Avensis auch Toyotas neue Dieseltechnologie D-CAT (Diesel Clean Advanced Technology). Sie soll in Verbindung mit der Common-Rail-Einspritzung den Schadstoffausstoß der Dieselmotoren weit unter die Euro4-Abgasnorm drücken, was bislang nur VW mit seinem Dreizylinder-TDI gelungen ist. Nach Toyotas eigenen Tests soll der Stickoxid- und Partikel-Ausstoß sogar deutlich um 50 bzw. 80 Prozent unter den Bestimmungen der Norm liegen. Das neue System soll allerdings erst im Herbst nächsten Jahres im 2,0 D-4D Common-Rail-Diesel verfügbar sein.

Zur Markteinführung gibt es zunächst zwei Benziner mit 1,8 Liter und 2,0 Liter Hubraum, letzterer mit Benzin-Direkteinspritzung, sowie der bekannte 2-Liter-Common-Rail-Diesel. Zeitgleich mit dem neuen Dieselsystem kommt im Laufe des Jahres dann noch ein 2,4-Liter Benziner mit Direkteinspritzung hinzu.