Toyota Corolla Verso: Hoffen auf den Diesel - DER SPIEGEL
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Toyota Corolla Verso Hoffen auf den Diesel

Aus dem Toyota Corolla wurde in Europa vor kurzem der Toytoa Auris. Doch in der Kompaktvan-Nische bleibt der Name Corolla erhalten. Genauer: Corolla Verso. So heißt auch weiterhin das jetzt überarbeitete Modell, das ab 7. Juli bei den Händlern stehen wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seit fünf Jahren mischt Toyota mit dem Modell Corolla Verso in der Klasse der Kompaktvans mit, in der VW Touran, Opel Zafira, Ford C-Max und Renault Scénic den Ton in Deutschland angeben. Auch die Japaner schlugen sich dort wacker, im vergangenen Jahr wurden mehr als 19.000 Corolla-Verso-Modelle zwischen Sylt und Starnberg verkauft. Das soll so bleiben, heißt es bei Toyota in Köln, deshalb wurde es nun Zeit für ein so genanntes Facelift, also die Renovierung des Fahrzeugs ohne gravierende technische Eingriffe.

Auch beim frischen Corolla Verso, der ab 7. Juli in den Verkauf kommt, beschränken sich die sichtbaren Veränderungen auf eine neu gestaltete Frontpartie mit geänderter Schürze, modifziertem Kühlergrill und überarbeiteten Scheinwerfern. Auch die Rücklichter wurden neu geformt. Dazu kommen im Innenraum neue Bezugsstoffe für die bis zu sieben Einzelsitze, von denen sich die fünf Plätze in den Reihen zwei und drei jeweils separat und völlig eben in den Fahrzeugboden falten lassen. Das Ladevolumen kann so von 620 Liter (als Fünfsitzer) auf bis zu 1785 Lieter (als Zweisitzer) vergrößert werden. Ebenfalls neu im Innenraum ist eine CD-Musikanlage in allen Modellen, die über eine MP3-Funktion verfügt.

Wichtiger für Toyota ist aber eine andere Neuerung. Der kleinere der beiden Dieselmotoren, D-4D genannt, mit 2,2 Liter Hubraum und einer Leistung von 135 PS, erhält nun endlich serienmäßig einen Rußpartikelfilter. Weil das Aggregat mit 310 Nm, einer Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h und einem Durchschnittsverbrauch von 6,6 Liter Diesel je 100 Kilometer (CO2-Ausstoß 173 g/km) recht gut zum Auto passt, rechnen die Japaner damit, dass dieser Wagen der neue Bestseller im Corolla-Verso-Programm wird.

Bislang war das die Version mit 1,8-Liter-Benzinmotor mit 129 PS, die es zwar weiterhin gibt - ebenso wie den kleineren Benziner mit 110 PS sowie den dicken Diesel mit 177 PS -, aber die wohl angesichts der Wirtschaftlichkeit des nun gefilterten Selbstzünders das Nachsehen haben wird. Für Toyota wäre das prima, denn das Modell mit Dieselmotor (ab 23.000 Euro) kostet rund 2000 Euro mehr als der Wagen mit dem 1,8-Liter-Benziner - so würden das Unternehmen bei der angepeilten gleichbleibenden Stückzahl in Deutschland den Umsatz deutlich steigern. Auch das ist eine Wachstumsstrategie.

jüp