Unfall bei Bremen Klebstoff überflutet A1
Bremen Nur zäh schleppt sich heute der Verkehr auf der A1 zwischen Bremen-Stuhr und -Mahndorf entlang. Noch immer staut sich am Nachmittag die Autokolonne auf einer Länge von neun Kilometern in Richtung Hamburg. Der Grund: 220 Kilogramm Flüssigklebstoff, die sich am frühen Morgen über mehrere Fahrspuren verteilt hatten.
Um 7 Uhr hatte ein 39-jähriger Lkw-Fahrer aus Delmenhorst die Kontrolle über sein Gefährt verloren, wie die Bremer Polizei mitteilte. Sein Lastzug geriet ins Schlingern und der Anhänger in Schräglage. Dieser verlor ein Teil seiner Ladung, die aus etwa fünf Tonnen Klebstoff bestand, richtete sich dann aber wieder auf. Der Fahrer konnte seinen Lkw auf dem Seitenstreifen zum Stehen bringen.
In dem klebrigen See hat sich zum Glück kein Fahrzeug verfangen, sagte ein Polizeisprecher, auch Verletzte gab es nicht. Allerdings musste die Fahrtrichtung Hamburg für die Reinigungsarbeiten bis 9.20 Uhr voll gesperrt werden, anschließend konnte eine Fahrspur frei gegeben werden. Zeitweilig betrug der Rückstau mehr als zwölf Kilometer, auch alle Neben- und Ausweichstrecken waren überlastet.
Zurzeit sind immer noch Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Ganderkesee im Einsatz, um die rechte Fahrbahn von der zähen Masse zu befreien, sagte der Sprecher.
abl/AP