Unfall-Studie: Dicke sind stärker gefährdet - DER SPIEGEL
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Unfall-Studie Dicke sind stärker gefährdet

Dicke leben gefährlich: Übergewichtige Menschen laufen eher Gefahr bei Autounfällen ernsthaft verletzt oder getötet zu werden. Das ergab eine Studie in Seattle.
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Die Forscher aus Seattle haben nach einem Bericht der britischen Fachzeitschrift "New Scientist" herausgefunden, dass Personen, die zwischen 100 und 119 Kilogramm wiegen, zweieinhalb Mal so häufig bei Verkehrsfällen getötet würden, wie Menschen mit einem Körpergewicht von unter 60 Kilogramm. Eine eindeutige Erklärung für diese Erkenntnis liegt noch nicht vor. Die Wissenschaftler allerdings vermuten, dass dies mit dem bei den Crashtests der Autohersteller eingesetzten Material zusammenhängt.

Normale Crashtest-Dummies, Puppen die während der Aufprallstudie die Fahrzeuginsassen simulieren sollen, haben dem Bericht zufolge ein Gewicht von 78 Kilogramm. Es gebe zwar Kinderpuppen, aber keine Dummies für übergewichtige Menschen. Deshalb könne es sein, dass die Sicherheitsvorkehrungen im Auto auf Grund der Crashtest-Ergebnisse nur auf normalgewichtige Personen ausgerichtet seinen.

Die ausführenden Forscher des Harborview Injury Prevention and Research Centers haben die Autohersteller Deshalb aufgefordert, auch schwergewichtigere Dummies einzusetzen. Die Forscher hatten für ihre Studie das Körpergewicht von mehr als 26.000 Unfallopfern untersucht.