Verkehr: Benzinpreis erreicht fast Höchststand - DER SPIEGEL
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Verkehr Benzinpreis erreicht fast Höchststand

Die Preissäulen an deutschen Tankstellen verkünden den Autofahrern nichts Gutes: Benzin ist wieder fast so teuer wie vor dem Irak-Krieg, als die Preise ihren Höchststand erreichten. Im Schnitt müssen 1,15 Euro für einen Liter Super bezahlt werden.
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Hamburg - Nur noch einen Cent sind die Benzinpreise von ihren Höchstständen im Februar 2003 entfernt. Am Dienstag mussten die Autofahrer nach einer Preiserhöhung um drei Cent durchschnittlich 1,15 Euro für einen Liter der meistgetankten Benzinsorte Super bezahlen. Normalbenzin kostet 1,13 Euro und Diesel 93 Cent je Liter.

Für die Preisentwicklung machten Sprecher von Mineralölunternehmen die Einkaufspreise am europäischen Ölmarkt in Rotterdam verantwortlich. Der Preis für Rohöl erreichte am Montag mit mehr als 34 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent den höchsten Stand seit März 2003. "Die Rotterdamer Benzinnotierungen sind noch deutlich stärker gestiegen, vor allem wegen anhaltender Nachfrage aus den USA", sagte Karl-Heinz Schult-Bornemann von ExxonMobil. Mit 395 Dollar je Tonne ist das Rotterdamer Benzin teurer als im Vorjahr. Lediglich der im Jahresvergleich stärkere Euro habe bislang neue Rekordpreise verhindert.

Rohstoffanalysten und andere Ölmarktexperten erwarten auf absehbare Zeit keine Entspannung. Erklärt wird das hohe Preisniveau mit der restriktiven Förderpolitik der OPEC, niedrigen Lagerbeständen in den USA, steigender Nachfrage vor allem aus China und allgemeinen Unsicherheiten durch die labile Weltlage sowie dem Einfluss der Spekulanten.