Verkehrssünderkartei Schnelles Punktesammeln wird strenger bestraft
Das Punktesystem der Flensburger Verkehrssünderkartei räumte schnellen Punktesammler bisher gegenüber langsamen einen Bonus ein: Wer kurz hintereinander einen Satz Punkte abbekam, dem wurden nicht alle angerechnet.
Generell gilt: Wer mit 18 Punkten in Flensburg registriert ist, verliert den Führerschein und kann ihn frühestens nach sechs Monaten neu beantragen. Voraussetzung dafür ist der Nachweis eines positiven medizinisch-psychologischen Gutachtens, in dem die Eignung zum Autofahren bestätigt wird.
In besagten Sonderfällen wurden die Betroffenen laut Auto Club Europa (ACE) dann so behandelt, als hätten sie statt 18 erst 14 Punkte beziehungsweise statt 14 erst 9 Punkte. Die Verkehrssünder wurden dann erst einmal zur Teilnahme an einem Aufbauseminar mit Hinweis auf verkehrspsychologische Beratung verpflichtet oder mit Hinweis auf ein Aufbauseminar verwarnt.
Ab sofort werden die schnellen Punktesammler nur noch auf 13 bis 17 Punkte zurück gestuft. Wer sich bei diesem Kontostand nur einen weiteren Punkt leistet, muss unmittelbar mit einer Pflichtnachschulung beziehungsweise mit dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen.
Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg notiert die Punkte nach einem rechtskräftigen Abschluss eines Bußgeld- oder Strafverfahrens. Nach dem aktuellen Punktestand in der Verkehrssünderkartei kann sich jeder selbst erkundigen - über die Eintragung wird niemand gesondert informiert. Wenn man wissen will, wie viel Punkte man auf dem "Kerbholz" hat, erfolgt unter Tel.: 0461/31 60 eine detaillierte Ansage, auf welchem Weg die Punkte-Information eingeholt werden kann. Diese Information ist laut ACE kostenlos.