Verkehrstote: Historischer Tiefstand - DER SPIEGEL
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Verkehrstote Historischer Tiefstand

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Auch die Zahl der tötlich verunglückten Kinder ist deutlich zurückgegangen.
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Wiesbaden - Insgesamt kamen 7487 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das waren 285 Menschen oder vier Prozent weniger als 1999, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Verkehrstotenzahl war damit die niedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1953. Den Höchststand hatte es 1970 mit 21.332 Getöteten in der Bundesrepublik und der damaligen DDR gegeben. Den Angaben zufolge kamen im vergangenen Jahr auch weniger Kinder und Jugendliche auf den Straßen ums Leben.

Die Polizei erfasste insgesamt 2,3 Millionen Unfälle, ein Rückgang um drei Prozent. Dabei wurden 504.000 Menschen verletzt (minus drei Prozent). Bei den Getöteten verzeichneten nur zwei Bundesländer einen Anstieg: In Bremen nahm die Zahl der Todesopfer um sechs Menschen oder 35,3 Prozent zu, in Bayern um 34 Menschen oder 2,4 Prozent. Den stärksten Rückgang der Getöteten gab es in Hamburg (minus 29,8 Prozent) vor dem Saarland (minus 27,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (minus 15,5 Prozent).

Bezogen auf die Einwohnerzahl gab es die meisten Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern vor Brandenburg und Thüringen. Am Ende dieser Skala rangieren die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen.

Die Zahl der getöteten Kinder sei im Vorjahresvergleich deutlich um 21 Prozent gesunken, die der Jugendlichen um 13 Prozent, teilte das Bundesamt auf der Grundlage von 13 Bundesländern für Januar bis November 2000 mit. Bei Menschen zwischen 55 und 64 Jahren sank die Zahl der Getöteten um 18 Prozent. Weniger Todesopfer gab es auch bei Motorradfahrern (minus sieben Prozent), Bus-Insassen (minus sechs Prozent), Lastwagenfahrern (minus fünf Prozent) und Fahrradfahrern (minus vier Prozent). Dagegen stieg die Zahl der jungen Menschen von 18 bis 24 Jahren, die im Straßenverkehr umkamen, um drei Prozent.