Verschrottung: Autoindustrie fordert Prämien - DER SPIEGEL
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Verschrottung Autoindustrie fordert Prämien

Kurz vor Beginn der Internationalen Automobilausstellung wächst in der deutschen Automobilindustrie der Ärger über Umweltminister Jürgen Trittin. Die Branche ärgert sich über Forderung des Grünen-Politikers, Dieselfahrzeuge serienmäßig mit Rußfiltern auszustatten.
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Die Hersteller sind aber überzeugt, dass die Umwelt viel effizienter entlastet werden könnte ­ wenn der Umweltminister nur wollte. Denn in Deutschland sind noch immer rund sieben Millionen Autos ohne geregelten Katalysator zugelassen, die ­ verglichen mit Fahrzeugen mit Katalysator ­ ein Vielfaches an Schadstoffen ausstoßen.

VW-Chef Ferdinand Piëch schlägt deshalb vor, entweder die Steuer auf Autos ohne Kat zu erhöhen oder eine Verschrottungsprämie anzubieten. Andere Staaten haben damit gute Erfahrungen gemacht. So gibt es in Spanien seit 1997 für jeden, der sein Auto ohne Katalysator verschrottet und einen Neuwagen kauft, eine Prämie, die Anfang dieses Jahres auf umgerechnet 1410 Mark erhöht wurde. Auch Frankreich zahlte jahrelang eine Verschrottungsprämie. Wirtschaftspolitischer Nebeneffekt: Dadurch würde der Verkauf von Neuwagen gefördert und die lahmende Autokonjunktur angeschoben.