Volkswagen Aus weniger mehr machen
Düsseldorf - Der Volkswagen-Konzern will nach den Worten seines Chefs Ferdinand Piëch sein Produktionssystem umbauen und dadurch Kosten in Milliardenhöhe senken. Bis zum Jahr 2005 solle das neue Produktionssystem dann komplett eingeführt sein, sagte Piëch dem "Handelsblatt".
Trotz der stärkeren technischen Unterscheidung der Fahrzeuge sollen erheblich mehr gleiche Teile verwendet und dadurch Kosten von bis zu 1000 Mark je Fahrzeug gespart werden, hieß es in dem Bericht. "Dann gibt es elf modulare Systeme statt der bisherigen vier Plattformen", zitiert die Zeitung Piëch.
Für das laufende Jahr werde VW das Ziel von fünf Millionen verkaufter Fahrzeuge "mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent" erreichen, sagte Piëch weiter. Einem Rekordgewinn in diesem Jahr mit einer Steigerung von 30 Prozent stehe nichts mehr im Wege, hieß es in dem Bericht.
Obwohl das vor Jahren gesteckte Ziel von 6,5 Prozent Umsatzrendite für den gesamten Konzern noch lange nicht erreicht sei, wolle Piëch mit den Marken VW und Audi langfristig acht Prozent erreichen, berichtete die Zeitung weiter.
Zur Autokonjunktur in Deutschland äußerte sich Piëch pessimistisch. "Der deutsche Markt hat die Tendenz, eher noch schwächer zu werden", sagte er. Für die Zukunft des Volkswagen-Konzerns sieht Piëch die Erschließung von neuen Ertragsquellen. Je ein Drittel des Ertrages solle seiner Ansicht nach aus dem Neuwagengeschäft, von den Finanzdienstleistungen und aus dem Fahrzeug-Service kommen. Bisher stamme der Gewinn fast ausschließlich aus dem Neuwagenverkauf und aus dem Ersatzteil-Geschäft in den ersten zwei bis drei Jahren, hieß es.