Volkswagen: Ein-Liter-Auto bis 2003 - DER SPIEGEL
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Volkswagen Ein-Liter-Auto bis 2003

2003 gibt VW-Chef Ferdinand Piëch die Konzernleitung ab. Aber bis dahin hat der gelernte Ingenieur noch viel vor.
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Hamburg - Die Wolfsburger Autobauer wollen innerhalb von drei Jahren ein Ein-Liter-Auto auf den Markt bringen. "Ich bin sicher, dass ich es in meiner Amtszeit noch fahren werde", sagte Piëch dem "Stern". Das Auto werde aus ultraleichten und hoch stabilen Materialien wie Kohlefasern bestehen.

Im Juni 1999 hatte Piëch erklärt, VW habe die Entwicklung eines Zwei-Liter-Autos gestoppt, weil das Fahrzeug mit einem Preis von 60.000 Mark nicht verkäuflich wäre. Bis 2002 will VW allerdings den Durchschnittsverbrauch aller seiner Modelle auf sechs Liter je 100 Kilometer senken. Das wäre ein Viertel weniger als 1990.

Die hohen Benzinpreise bremsen Piëch zufolge die Autokonjunktur, werden Volkswagen aber nicht von der Erfolgsspur abbringen. "Wenn uns nicht der Blitz trifft, wird es wohl das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte geben", so Piëch. 1999 hatte VW 1,65 Milliarden Mark verdient, im Rekordjahr 1998 sogar 2,24 Milliarden Mark.

Der künftige VW-Chef soll nach Piëchs Worten erst kurz vor seinem Amtsantritt benannt werden. Eine längere Einarbeitung sei eher lähmend. "Wenn es dagegen ruck, zuck geht, dann geht alles viel besser." Er selbst werde sich dann nicht mehr einmischen, sondern um die Welt segeln. Segelboote seien wie Auto-Prototypen: "Da geht alles kaputt, was denkbar ist. Das ist für einen Ingenieur ideal", sagte Piëch.