Volvo Gravity Car Seifenkiste im Edel-Design
"Am besten auf Hände und Knie gehen und dann reinkrabbeln", empfiehlt Doug Frasher, der Schöpfer des Extreme Gravity Cars von Volvo. Frasher ist Chef der Abteilung "Strategisches Design" beim schwedischen Autohersteller und hat für ein Benefiz-Seifenkistenrennen im kalifornischen Irvine zugunsten benachteiligter Kinder diesen antriebsfreien Bergab-Torpedo erdacht. Am Rennen nahmen auch Gefährte von Mazda, Porsche, Bentley, General Motors und Nissan teil. Schnellstes Modell war die "Seifenkiste" von GM, gefolgt von der Porsche-Konstruktion. Dritter wurde das Kopfüber-Modell von Volvo.
Doch wichtiger als der Sieg auf der Bergab-Rennstrecke war für den Gestalter Frasher der erste Platz in der Design-Wertung. "Da haben schließlich die anderen Teilnehmer unser Modell gewählt", sagt der Kreative. Die schnittige Konstruktion aus einem Alurahmen und Kohlefaser-Karosserieteilen wiegt lediglich 16 Kilogramm. Im Cockpit direkt vor der Nase des Fahrers gibt es ein kleines Lenkrad, gebremst wird ebenfalls mit der Hand, die Bremszangen greifen dann am Hinterrad zu.
Es braucht Mut, im Extreme Gravity Car auf die Piste zu gehen. Bereits am Ende der geneigten, knapp 20 Meter langen Startrampe hatte das Vehikel schon eine Geschwindigkeit von mehr als 50 Kilometer pro Stunde aufgenommen. Schließlich saust das Kinn des Fahrers nur wenige Zentimeter über dem Asphalt dahin. "Das Modell ist so schnell, weil es sich der aerodynamisch günstigen Form des menschlichen Körpers anpasst", sagt Frasher. Dass aber zwei andere Gravity-Cars noch schneller waren, ärgert Frasher. "Beim nächsten Mal gehen wir wieder an den Start. Mit einem neuen Modell, und dann wollen wir gewinnen."