Volvo V50 Nachwuchs-Kombi mit Komfort
Mit 1307 Volumen-Litern fasst der Nachwuchs des schwedischen Modellprogramms genau 105 Liter weniger als beim älteren V40. Dafür verspricht der Kombi mit 7,8 Zentimetern mehr Radstand, 5,4 Zentimetern in der Breite und 2,7 Zentimeter höherem Dach mehr Platz für die Passagiere.
Außerdem soll der Innenraum im V50 variabler zu nutzen sein. Die Rückenlehnen und Sitzflächen der zweiteiligen Rücksitzbank lassen sich so umklappen, dass eine ebene Ladefläche von 1,80 Meter Länge entsteht. Zusätzliche Staureserven lassen sich mit der nach vorn umlegbaren Rückenlehne des Beifahrersitzes gewinnen.
Ebenso wie die erst kürzlich vorgestellte Limousine S40 besitzt auch der V50 die scheinbar frei stehende Mittelkonsole, die in einem eleganten Schwung das Armaturenbrett mit dem Mitteltunnel verbindet und auf der die Bedienelemente für Audiosystem, Klimatisierung sowie das gegen Aufpreis integrierte Telefon untergebracht sind.
Anleihen bei S40 und V70
Äußerlich ähnelt der V50 mit der V-förmigen Motorhaube und den betonten Kotflügeln dem neuen S40 wie ein Ei dem anderen, sein steiler Heckabschluß und die ausgeprägten Schulterpartien lassen dagegen eher Merkmale des V70 erkennen.
Ab der Markteinführung im April 2004 stehen für den Antrieb die drei Fünfzylinder-Reihenmotoren aus der Limousine zur Verfügung: Zwei jeweils 2,4 Liter große Saugmotoren mit 140 PS (103 kW) bzw. 170 PS (125 kW) und als Topmodell der Volvo V50 T5, dessen Fünfzylinder-Turbomotor bei einem Hubraum von 2,5 Litern 220 PS (162 kW) leistet. Der ist ebenso mit einem Sechsganggetriebe ausgerüstet wie der neue Vierzylinder-Common-Rail-Turbodiesel.
Der bereits aus dem Ford Focus C-MAX bekannte Selbstzünder mit einem Hubraum von zwei Litern und einer Leistung von 136 PS (100 kW) soll dann auch mit einem Partikelfilter zu haben sein. Später sollen noch schwächere 1,6-Liter- und 1,8-Liter-Benziner folgen.
Traditionell gutes Sicherheitspaket
Volvo-typisch ist vor allem die Sicherheitsausstattung. Neben einer steiferen Karosserie wird der V50 ab Werk mit zweistufig auslösenden Frontairbags, Seiten- und Kopf-Schulterairbags, Seitenaufprall- sowie Schleudertrauma-Schutzsystem ausgerüstet. Hinzu kommen Gurtkraftbegrenzer vorn sowie Gurtstraffer an den Vordersitzen und den hinteren Sitzplätzen außen. Ebenfalls zur Serie gehört der elektronische Fahrstabilisator DSTC (Dynamic Stability and Traction Control).
Auch das bereits aus der Limousine bekannte neue Fahrerinformationssystem IDIS (Intelligent Driver Information System), das überflüssige Signale und Informationen in kritischen Situationen unterdrücken soll, ist mit an Bord. Die Preise stehen noch nicht fest, werden sich aber wohl über denen der Limousine bewegen.
Frank Wald