Volvo XC60: SUV mit Sahne - DER SPIEGEL
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Volvo XC60 SUV mit Sahne

Die Zeit der großen Luxus-Geländewagen scheint in Europa vorbei zu sein. Und auch in den kleineren Formaten wandeln sich die Autos - weg vom kantigen Ackerwühler und hin zum flotten Boulevardfeger. Auch Volvo tritt jetzt in dieser Klasse an - mit dem XC60.
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"Das ist der aufregendste Volvo aller Zeiten", behauptet Volvo-Vorstandschef Fredrik Arp - aber das muss er ja wohl auch. Schließlich ist er verantwortlich, wenn sich der Wagen als Langweiler entpuppen sollte. Tatsächlich aber hat die schwedische Marke offenkundig eine Marktlücke ausgemacht, die wie geschaffen scheint für die Autos mit dem skandinavisch unterkühlten Image. Die der eleganten SUV-Modelle nämlich, häufig auch Crossover genannt - weil sich in ihnen die Idee des Geländewagens mit jener des sportlichen Kombis kreuzt.

Mit dem XC90 hat Volvo seit fünf Jahren einen großen SUV eher traditioneller Machart im Angebot, der erst kürzlich vorgestellte XC70 ist ein höher gelegter und rustikal beplankter Kombi. Ideell dazwischen, aber von den Maßen eine Nummer kleiner, siedelten die Entwickler nun das Modell XC60 an. Einen SUV als Sahneschnittchen gewissermaßen. Auf der Detroit Autoshow des vergangenen Jahres debütierte das Konzeptauto, auf dem Genfer Salon (6. bis 16. März) wird das Serienmodell enthüllt. Im Herbst soll das Auto, das im belgischen Volvo-Werk in Gent gebaut wird, auf die Straßen kommen.

Der Wagen sieht frisch und kraftvoll aus. Und wie alle jüngeren Volvos sind seine Flanken deutlich modelliert - und nicht nur mit Zierleisten oder Sicken gestaltet, wie bei den meisten anderen Autos üblich. "Visuelles Volumen" heißt die Formgebung im Sprachgebrauch der schwedischen Marke aus dem Ford-Konzern. Design-Direktor Steve Mattin sagt über das neue Auto: "Wer heute sagt, er erkenne einen Volvo aus hundert Metern Entfernung, dem sage ich: Mit dem neuen Volvo XC60 geht das aus zweihundert Metern - mindestens."

Allradantrieb und ein neues Schutz-System

Zur Markteinführung wird es das Auto, das über permanenten Allradantrieb verfügt, in drei Motorisierungen geben. Auf Benzinerseite sorgt ein 3-Liter-Reihensechszylinder-Motor mit 285 PS für gehörig Druck. Die Diesel-Auswahl besteht aus zwei Fünfzylinder-Turbodiesel-Triebwerken, von denen das eine 163 und das andere 185 PS leistet. Im kommenden Jahr soll eine günstigere Einstiegsversion mit Frontantrieb und 2,4-Liter-Selbstzünder mit 163 PS das Angebot ergänzen. Für dieses Modell spricht Fredrik Arp von "einem CO2-Zielwert von 170 Gramm pro Kilometer". Das entspräche einem Durchschnittsverbrauch von rund 6,5 Liter je 100 Kilometer.

Punkten möchte Volvo auch mit einer neuen Sicherheitstechnik, die der Volvo XC60 als erstes Auto weltweit ab Werk erhalten wird. Bei den Schweden heißt die Innovation City Safety System. Die Technologie arbeitet mit einer Radarüberwachung des Bereichs vor dem Fahrzeug und soll dazu beitragen, typische Kollisionen im Stadt- oder Stop-and-Go-Verkehr bei geringer Geschwindigkeit zu vermeiden.

Im Falle eines Falles - und bei beharrlichem Nicht-Reagieren des Fahrers - bremst das System das Auto selbständig und automatisch ab. "Wir sind die ersten, die diese Technologie als Standard anbieten. Der neue XC60 ist das sicherste Modell, das Volvo je gebaut hat.", sagt Arp. Fehlt eigentlich nur noch, dass die Kundschaft das genauso sieht.

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