VW Golf Drei neue Varianten
Ab sofort bietet VW den neuen Golf mit drei weiteren Benzinmotor-Varianten an. Bei zwei der neuen Aggregate handelt es sich um Benzin-Direkteinspritzer. Zum einen um den 1.4 FSI mit 90 PS (66 kW), zum anderen um den komplett neu entwickelten 2.0 FSI mit 150 PS (110 kW). Zudem ist nun auch ein 1,6-Liter-Verzylinder mit 102 PS (75 kW) im Angebot.
Mit den neuen Maschinen stehen nun insgesamt sieben Motoren für den Golf zur Verfügung, die sämtlich die Euro-4-Abgasnorm erfüllen. Bislang ist der 105 PS (77 kW) starke 1,9-Liter-TDI-Motor das gefragteste Triebwerk für den neuen Golf. Die Verteilung zwischen Benzin- und Turbodieselmotoren ist bislang exakt 50:50. Der beliebteste Farbton ist derzeit "reflexsilber metallic", gefolgt von "black magic perleffekt" - Golf-Käufer sind also alles andere als experimentierfreudig.
VW nennt das neue Modell vollmundig "ein Gesamtkonzept, das in jedem Bereich Souveränität zeigt". Das stimmt nur bedingt, schließlich erreichte der Golf beim jüngsten Crashtest nach NCAP-Norm lediglich vier von fünf möglichen Punkten. Allerdings verkünden die Wolfsburger bereits jetzt: "Der Golf wird im Mai mit der Bestnote von fünf Sternen im Euro-NCAP-Crashtest ausgezeichnet."
Die Behauptung trifft zu, sofern VW das Versprechen erfüllt, das Auto ab Mai serienmäßig mit einem Gurtwarner für Fahrer und Beifahrer auszustatten. An diesem unscheinbaren Detail nämlich lag es, dass der Golf zunächst die Bestnote verfehlte.
Während dieses Manko behoben scheint, droht dem Platzhirsch in der Kompaktklasse schon eine wesentlich ernstere Herausforderung. Opel hat angekündigt, dass der neue Astra, der im März (vorerst nur in der fünftürigen Version) zu den Händlern kommt, in der Basisversion mit 90-PS-Motor (66 kW) 15.200 Euro kosten wird. VW verlangt für den Golf mit dem ebenso starken 1.4-FSI-Motor dagegen 16.200 Euro (Dreitürer) und 17.195 Euro für das Modell mit fünf Türen.