VW New Beetle Cabrio: Offene Halbkugel - DER SPIEGEL
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VW New Beetle Cabrio Offene Halbkugel

Schon kurz nach dem ersten Auftritt hatten Hobbybastler den New Beetle aufgeschnitten, um zu zeigen, was unter der Kugel steckt. Jetzt können sie die Flex getrost beiseite legen. Zum Frühjahr 2003 bringt VW das New Beetle Cabrio nach Europa. Die Premiere findet Anfang Januar auf der Detroit Motor Show statt. Foto und Fakten hat VW schon jetzt rausgerückt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wie einst beim Käfer Cabriolet trägt auch der offene Beetle seine Stoffmütze huckepack im Bereich der imaginären C-Säule. Das ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit mit dem Kult-Krabbler. Beim New Beetle kann das dreilagig bezogene Stoffverdeck wahlweise über eine Einhandentriegelung oder elektrohydraulisch zurückgeklappt werden. Öffnen und Schließen des Verdecks via Tastendruck soll dann jeweils in nur 13 Sekunden geschehen. Und dank einer aufwendigen Faltung ist die zusammengelegte Kapuze inklusive seiner beheizbaren Glas-Heckscheibe auch weniger dick als beim Käfer-Cabrio. Eine rundum laufende Zierleiste sorgt für den edlen Übergang zwischen der Verdeckunterkante und der Karosserielinie.

Auch sicherheitstechnisch hat das New Beetle Cabrio mehr drauf und drin. Hinter der Rücksitzlehne steckt ein automatisch auslösender Überrollschutz. Bei Gefahr eines möglichen Überschlages schnellen zwei Stützprofile hoch und sichern, gemeinsam mit dem verstärkten Windschutzscheibenrahmen, den Innenraum ab. Geschützt werden die Passagiere außerdem durch Front- und Seitenairbags sowie speziell auf das Cabriolet ausgelegte energieabsorbierende Seitenverkleidungen. Aktiv greifen in den deutschen Versionen bei Gefahr serienmäßig ABS und ESP ein.

Für Frischluft-Frisuren werden hier zu Lande ein Diesel und drei Benziner sorgen. Basis für den vollwertigen Viersitzer wird ein 1,4-Liter-Benziner mit 55 kW (75 PS). Darüber rangieren ein 1,6-Liter mit 77 kW (105 PS) sowie als Top-Motorisierung der Zwei-Liter-Benziner mit 85 kW (115 PS). Auf Wunsch und gegen Aufpreis auch mit einer neuen Sechsgang-Automatik inklusive Tiptronic-Funktion kombinierbar. Für Selbstzünder-Fans soll es den 1,9-Liter-Turbodiesel mit 74 kW (100 PS) geben.

Für die Fahrt ins Blaue bietet VW außerdem spezielle Cabrio-Lackierungen wie Aquarius Blue, Mellow Yellow und Harvest Moon an. Wie teuer das alles wird, will der Hersteller noch nicht verraten. Um die 20.000 Euro Einstiegspreis, munkelt es in der Branche. Das wären dann 5000 Euro mehr als bei der geschlossenen Variante. Dafür lohnt sich kaum noch, selbst Hand anzulegen.