VW Phaeton Aushilfe von Audi
Das besondere am neuen 3-Liter-V6 TDI des Phaeton ist, dass er nicht, wie bei VW sonst üblich, mit Pumpe-Düse-Einspritzung arbeitet, sondern mit Common-Rail-Technik. VW nennt das den "dualen Technologieweg". Während bei den Sechs- und Achtzylinder-TDI-Triebwerken Common-Rail-Direkteinspritzer zum Einsatz kämen, sei es bei den Drei-, Vier-, Fünf- und Zehnzylinder-Dieselmotoren die Pumpe-Düse-Technik.
Tatsächlich jedoch gibt es im Phaeton wie in allen anderen VW-Modellen bisher weder Achtzylinder-TDI noch Common-Rail-Einspritzung. Dafür aber bei Audi, beispielsweise im A6 und A8. Und eben von den Ingolstädtern haben die Wolfsburger auch den Sechszylinder-Diesel entliehen, der nun im Flaggschiff seinen Dienst tun soll.
In der VW-Adaption leistet das Hightech-Aggregat 225 PS (165 kW) und entwickelt quasi aus dem Stand, ab 1400 Touren, ein maximales Drehmoment von zugkräftigen 450 Newtonmeter. Dabei ermöglichen die Piezo-Injektoren des Common-Rail-Systems deutlich kleinere und exakter dosierbare Einspritzmengen. Vorteile: Sowohl Geräusche, Verbrauch wie auch Emissionen werden spürbar gedrückt. So erfüllt der Phaeton V6 TDI 3.0 als einer von wenigen seiner Klasse im Dieselbereich die Euro-4-Abgasnorm. Das ist auch ein Verdienst des serienmäßigen Dieselpartikelfilters. Den Durchschnittsverbrauch gibt VW mit 9,6 Liter auf 100 Kilometer an.
Ebenfalls ab Werk an Bord sind alle übrigen Annehmlichkeiten, die VWs Oberklasse-Limousine auszeichnen. Wie etwa die Luftfederung, die Sechsgang-Tiptronic-Automatik, die zugluftfreie Vier-Zonen-Klimaautomatik sowie der Allradantrieb. Ab November soll das neue Phaeton-Einstiegsmodell ab 60.480 Euro beim Händler stehen.
Von Frank Wald