VW Phaeton: Schröder vor den Karren gespannt - DER SPIEGEL
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VW Phaeton Schröder vor den Karren gespannt

Im schwarzen Phaeton kutschierte Kanzler Schröder durch die New Yorker Nacht zum Treffen der großen Wirtschaftslenker. Zugegeben, ein medienwirksamer Einstand für VWs Luxuslimousine als Staatskarosse.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Er sei der Kanzler aller Autos, hat Gerhard Schröder einmal gesagt. Weil er zugleich aber auch ein Mann des Volkes ist, steht ihm schon per definitionem ein Volkswagen ziemlich gut. VW baut mit dem neuen Luxusmodell Phaeton erstmals sogar einen adäquaten Volksvertreter-Wagen, das Modell mit der Produktionsnummer eins soll der Kanzler bekommen.

Um den deutschen Regierungschef auf sein neues Dienstauto einzustimmen, ließen sich die Wolfsburger etwas ganz Besonderes einfallen: Der künftige Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder hatte einen schwarz glänzenden, gepanzerten VW Phaeton aus der nagelneuen Fabrik in Dresden nach New York geschafft, wo Schröder am Abend zur Weltwirtschaftskonferenz eintraf.

Direkt vom Rollfeld holte Pischetsrieder den Kanzler im neuen Flaggschiff des Autoherstellers ab. Bevor es im Nieselregen vom John-F.-Kennedy-Flughafen zum Waldorf-Astoria-Hotel ging, stieg Schröder noch einmal aus, damit die Fotografen und Kameraleute ihn sowie das standergeschmückte Fahrzeug - es handelte sich um das Topmodell mit 420 PS starkem Zwölfzylindermotor - noch einmal in ganzer Pracht aufnehmen konnten.

Ein geschickter Zug von VW, den neuen Wagen vor der klassischen Premiere auf dem Genfer Autosalon Anfang März jetzt schon einmal hochkarätigen Unternehmenslenkern auf der Weltwirtschaftskonferenz quasi en passant vorzuführen. Schließlich sind sie die potenziellen Kunden für das Fahrzeug, das in der Topversion etwa 100.000 Euro kosten wird.