VW und Ford: Wüste fürs Grobe - DER SPIEGEL
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VW und Ford Wüste fürs Grobe

Hohe Bodenfreiheit, Unterfahrschutz und grobstollige Geländereifen – VW führt vor, wie ein Offroad-tauglicher Transporter aussehen könnte. Ford setzt dagegen bei seinem Transit auf andere Umwelteigenschaften: Die neue Generation kann mit Erdgas- oder Flüssiggasantrieb bestellt werden.
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Hannover – Nach einer Wüste in Südamerika hat Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) seine Studie benannt: Der Crafter Atacama soll zeigen, wie ein Offroad-tauglicher Transporter aussehen könnte. Das Konzeptfahrzeug, das heute auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover enthüllt wurde, basiert nach Angaben des Unternehmens auf der Kombi-Aufbauvariante mit kurzem Radstand der Transporter-Baureihe Crafter.

Eine hohe Bodenfreiheit, auffällige seitliche Kunststoffplanken und -Radläufe sowie ein markanter Unterfahrschutz und grobstollige Geländereifen der Dimension 285/55 R 20 sollen auf den ersten Blick verdeutlichen, dass es sich bei dem Atacama um ein Fahrzeug fürs Grobe handelt. Technisches Pendant zum Karosseriedesign ist der Allradantrieb, der die 120 kW/164 PS des 2,5 Liter großen Fünfzylinder-Turbodiesels an alle vier Räder verteilt.

Nach Angaben eines VWN-Sprechers handelt es sich bei dem Fahrzeug zwar offiziell um eine Studie. Bei entsprechender Publikumsresonanz auf der Messe könnte der Atacama jedoch relativ schnell in einer Kleinserie gebaut und verkauft werden. Potenzial sieht VWN für ein solches Fahrzeug zum Beispiel im Freizeitbereich.

Alternative Antriebsvarianten bei Ford

Seinen beliebten Transporter Transit wird Ford künftig auch mit alternativen Antriebsvarianten anbieten. Die neue Generation des Transporters kann ab sofort mit Erdgas- und von Oktober an mit Flüssiggasantrieb bestellt werden, teilt der Hersteller aus Köln auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover mit. Alle Erdgasversionen können zudem mit regenerativ erzeugtem Bio-Methan betrieben werden.

Als Motor für den Erdgas-Transit CNG (Compressed Natural Gas) und den Flüssiggas-Transit LPG (Liquified Petroleum Gas) kommt ein neu entwickelter 2,3-Liter-Benziner mit 107 kW/145 PS zum Einsatz. Das Aggregat ist nach der Umrüstung für den Betrieb mit Benzin und der jeweiligen Gassorte ausgelegt. Der Aufpreis für die Erdgasumrüstung beträgt laut Ford je nach Variante zwischen 3950 und 4700 Euro. Was die LPG-Umrüstung kostet, wurde nicht mitgeteilt.

Je nach Karosserievariante des Transporters sind unterschiedliche Tankgrößen für den Erd- oder Flüssiggasvorrat erhältlich. Die Tanks können nach Herstellerangaben so um Fahrzeug positioniert werden, dass die Nutzflächen des Transit uneingeschränkt erhalten bleiben.

abl/gms