Warnton-Test: Süßer die Autos nie klingen - DER SPIEGEL
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Warnton-Test Süßer die Autos nie klingen

Piep-piep, Ding-dong, Didi-dit, Düdeldü: Moderne Autos geben groteske Warntöne von sich. Schnallen Sie sich an, schalten Sie das Licht aus, fahren Sie keinen Zentimeter mehr rückwärts - und stellen Sie Ihr Alarm-Gehör im SPIEGEL-ONLINE-Hörtest auf die Probe.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Unser Alltag wird von einem immerwährenden Gebimmel, Gefiepse und Geklingel untermalt. Mobiltelefone, Computer, Kaffee- oder Eierkocher: Alles singt und klingt. Auch das Auto ist inzwischen ein Klangkörper von beträchtlicher Variationsbreite. Denn zum Geräusch des Motors, der Hupfanfare und dem Klacken der Türen kommen immer öfter Pieps- und Fiep-Töne, die vor allerlei Unbill warnen sollen - und nerven können.

Licht aus! Moderne Autos haben Warntöne für viele Situationen - zu viele?

Licht aus! Moderne Autos haben Warntöne für viele Situationen - zu viele?

Foto: DDP

Und genau das sollen manche ja auch. Etwa der Gurtwarner. Das möglichst penetrante Geräusch soll den Fahrer dazu bringen, sich immer anzuschnallen, auch wenn er nur mal eben zur Tanke fährt. Beim Euro-NCAP-Crashtest gibt es für Autos mit einem solchen Gurtwarner übrigens einen Punkt extra - und der kann ausschlaggebend dafür sein, die Höchstwertung von fünf Sternen zu erzielen. "Der Warnton bei nicht angelegtem Sicherheitsgurt ist eine sinnvolle Erinnerung, denn hier geht es um die Sicherheit des Autofahrers", sagt Maximilian Maurer vom ADAC.

Weil das allerdings noch nicht jeder Autofahrer kapiert hat, wird in Internetforen bisweilen darüber debattiert, welcher Kontaktstecker gezogen werden muss, um den Gurtwarner zum Schweigen zu bringen. Auch das Warnsignal, wenn bei noch eingeschalteten Scheinwerfern der Zündschlüssel abgezogen wird, wird gern kritisiert - allerdings, bestätigt Maurer, ist die Zahl der Fahrzeuge zurückgegangen, die wegen angeschalteten Lichts mit leergesaugter Batterie nicht mehr anspringen.

Mit jedem neuen Assistenzsystem hält ein neuer Pieps- oder Ding-dong-Laut Einzug ins Auto. Ob Abstands- oder Spurassistent, fast immer arbeiten diese Helferlein mit Tonsignalen. Wie die meisten Einparkhilfen, bei denen das Dingdingding immer hektischer wird - bis zum durchdringenden Dauerton, der das Ende des Rangierraums anzeigt. Auf dieses Gefiepe, sagt Maurer, könne er verzichten: "Denn wenn es eng wird beim Einparken, verursacht das Dauerpiepen in meist auch noch unterschiedlichen Tonhöhen zusätzlich Stress. Da mache ich lieber die Tür einen Spalt auf und sehe nach, wie viel Platz bleibt."

Ganz in Ruhe können Sie nun testen, welche Warntöne Sie erkennen. Und lassen Sie sich von dem schrillen Gepiepse nicht stressen - es ist doch Weihnachten!

Hier geht's zum SPIEGEL-ONLINE-Warntöne-Quiz

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