Web-Autos im Vergleich Surfen auf Rädern
Seit Sommer diesen Jahres debütiert Autokonzern für Autokonzern mit Modellen, die einen Internetanschluss eingebaut haben.
Aus dem neuen 7er BMW, dem Golf e-Generation, dem Passat W8 und einem sonderausgestatteten Smart kommt der Fahrer bereits vom Cockpit auf die Datenautobahn. Bei Daimler, Audi und Opel warten die Prototypen noch in den Entwicklungslabors. Sie sollen im kommenden Jahr in Serie vom Band rollen.
Statt sich über Staus und rote Ampeln zu ärgern, können Fahrer und/oder Beifahrer nun also online wahlweise ein Restaurant fürs Abendessen wählen, Nachrichten oder Börsenkurse abrufen, die nächsten Staus lokalisieren (und damit auch umfahren) oder das Wetter am Zielort abfragen.
E-Mails lagern nicht mehr stundenlang unbeantwortet in virtuellen Briefkästen, sondern werden von unterwegs gelesen und beantwortet. Auch die letzte ruhige Minute des Stillstands auf der Straße wird endlich sinnvoll genutzt. Und bleibt bei Stauauflösung mal ein Fahrzeug auf der Strecke: Nicht hupen - Fahrer surft im World Wide Web.
In einem abgespeckten allerdings. Denn so groß der Traum vom Büro im Auto - so beschränkt ist auch die Fahrgastzelle: die Displays winzig, die Bedienung gewöhnungsbedürftig und die Übertragung der Datenmengen von den Servern dieser Welt miserabel. Vom großen weiten Web bleibt nur ein kleiner Ausschnitt.
Für den Fahrer jedenfalls. Wer sich den Luxus leisten kann, chauffiert zu werden, dem eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten: Notebooks, über ein drahtloses Netz an den Bordcomputer angeschlossen oder Displays in den Rücksitzlehnen mit ausklappbarer Tastatur - das veritable Büro auf Rädern.
Katja Apelt, netmanager