Zukunftsauto VW stellt Multi-Media-Passat vor
Wolfsburg/Duisburg - Der Autokonzern Volkswagen hat erstmals den Prototypen eines Multimedia-Autos vorgestellt. Der "inHaus-netconnect-Passat" könne per Handy elektrische Geräte im Haus bedienen und sich beim Besitzer melden, wenn sich ein Autoknacker an seiner Tür zu schaffen macht, teilte Volkswagen mit.
Das Auto ist passend zum "Intelligenten Haus" entwickelt worden. Es ergänzt das Projekt "inHaus" ("Innovationszentrum intelligentes Haus") des Fraunhofer Instituts. In diesem Forschungsvorhaben soll ein Standard entwickelt werden, mit dem elektronische Geräte im Haus miteinander kommunizieren und arbeiten können.
Der Multimedia-Passat nutzt zwei Übertragungswege, um "sprechen" zu können: bei einer Entfernung bis zu 100 Metern die von Computern bekannte Bluetooth-Verbindung, ab 100 Metern das Handy. Die Bildübertragung, zum Beispiel von Video-Bildern der Kamera über der Haustür, ist per Internet und GPRS zum Auto möglich. Wegen der genutzten Frequenzen sei die Funk-Kommunikation außerordentlich sicher, sagte "inHaus"-Projektleiter Gerd von Bögel vom Fraunhofer Institut.
Das Auto verfügt über einen eigenen Computer, der mit dem PC im intelligenten Haus verbunden ist. So können zum Beispiel die Daten einer geplanten Reise-Route ebenso übertragen werden wie Internetseiten oder die Lieblingsmusik per MP3-files. Dolmetscher zwischen Mensch und Maschine ist der Persönliche Digitale Assistent (PDA). Das wenige hundert Gramm schwere Gerät dient als Fernbedienung und Anzeige für alle PC-Funktionen des Autos und sieht aus wie eine Brieftasche.
Wer in den Multimedia-Passat einsteigen will, muss sich allerdings noch etwas gedulden: Es wird noch einige Zeit geforscht.