Audi A2 Hoffen auf die Wende
Eine bessere Ausstattung und neue Farben sollen die Kundschaft locken. Es handelt sich um Kleinigkeiten wie eine herausnehmbare Gepäckraumabdeckung, die nun in allen Modellen an Bord ist. Dazu können die Sitzbezüge, die Armlehnen in den Türen, der Schalthebel und das Lederlenkrad nun nicht mehr nur in schwarz, sondern auch in blau, gelb oder rot geordert werden. Neue Außenfarben werden auch angeboten, die Radios, verspricht Audi, hätten ab sofort eine "noch bessere Klangqualität".
Ob diese Maßnahmen helfen, dem Kompaktwagen mit dem intelligenten Raumkonzept mehr Kunden zuzutreiben? Das scheint zumindest fraglich. Vom A2 wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg 8148 Fahrzeuge erstmals zugelassen. Der entsprechende Wert für die A-Klasse-Modelle von Mercedes liegt bei 28.692. Im Segment der kleinen Autos mit den großen Markennamen scheint die Wachstumsphase ausgereizt. Zumal die Preise der Autos jenseits der 30.000-Mark-Grenze angesiedelt sind und mit einigen Extras auch 40.000 Mark und mehr locker erreicht werden.
Ab Mitte September wird die Konkurrenz für den A2 der ab 22. Juni auch als erstes viertüriges Dreiliter-Auto erhältlich sein wird noch größer. Dann kommt nämlich der Mini aus dem Hause BMW auf den deutschen Markt. Zwar liegt dem Auto ein gänzlich anderes Konzept zugrunde, doch er zielt auf einen ähnlichen Kundenkreis: Junge, trendbewusste Menschen mit dem nötigen Kleingeld (der Mini kostet in der Grundversion rund 29.000 Mark) sollen sich für einen "Premium-Kleinwagen" entscheiden, wie es die Marketing-Leute formulieren. Audi wird, wie schon Mercedes beim Zwergmodell Smart, einen langen Atem brauchen mit dem A2.