Audi A3 3.2 DSG: Leichtes Zucken - DER SPIEGEL
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Audi A3 3.2 DSG Leichtes Zucken

Vier Monate nach dem Verkaufsstart des A3 krönt Audi die Baureihe jetzt mit dem Topmodell. Das Timing ist klug, denn mit Beginn der IAA werden vor allem die neuen Modelle VW Golf und Opel Astra die Aufmerksamkeit in der Kompaktklasse auf sich ziehen,
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bevor die nagelneuen Kompakten auf den Plan treten, trumpfen die Ingolstädter schnell noch auf. "Das sportlichste Auto in der Premium-Kompaktklasse", nennt Marketing-Mann Thorsten Pohl den neuen Top-A3, in dem so ziemlich alles an Technik steckt, was bei Audi derzeit serienreif ist: ein 3,2-Liter-Sechszylindermotor, der Quattro-Allradantrieb und DSG. Vor allem das "Direkt-Schalt-Getriebe" verschafft dem A3 eine Alleinstellung. Kein anderer Hersteller bietet diese Technik bislang an, bei Audi ist sie seit einigen Wochen für das TT Coupé verfügbar, demnächst auch für den TT Roadster und ab Oktober eben auch für den stärksten A3.

Hersteller:Audi
Typ:A3
Karosserie:Kompaktwagen
Motor:V6-Benziner
Hubraum:3.189 ccm
Leistung PS:250 PS
Leistung kW:184 kW
Drehmoment:320 Nm
Von 0 auf 100:6,4 Sek.
Höchstgeschw.:250 km/h
Verbrauch (ECE):9,9 Liter
CO2-Ausstoß:235 g/km
Kofferraum:281 Liter
umgebaut:1.031 Liter
Versicherung (HP):17 €
Versicherung (TK):35 €
Versicherung (VK):24 €
Preis:32.850 €

Das neue Getriebe "kombiniert die Vorteile eines Handschalters mit denen einer Automatik", sagt Entwickler Tobias Borchert. Dank zweier Wellen - eine für die Gänge 1, 3 und 5, die andere für die Gänge 2, 4 und 6 sowie den Rückwärtsgang - und einer Doppelkupplung gelingen Gangwechsel in Sekundenbruchteilen, exakt sind es 0,2 Sekunden. Der Kraftfluss vom Motor über das Getriebe an die Räder wird praktisch nicht unterbrochen. Als Fahrer spürt man das Hoch- oder Runterschalten des DSG allenfalls als leichtes Zucken. Und das auch nur, wenn stark abgebremst wird und die Automatik vom sechsten zurück in den zweiten Gang schalten muss. Das dauert dann, weil dabei eine "Zwischenschaltung" in den fünften nötig ist, 0,9 Sekunden.

Der permanente Vortrieb, das druckvolle Beschleunigen, ist aber nur die eine Seite des DSG. Die andere ist die Ruhe, die diese Technik ausstrahlt. Denn die feinen Ruckler beim Gangwechsel, die auch bei Automatikgetrieben in Luxusfahrzeugen nicht ganz unterdrückt werden können, entfallen komplett. Wer wirklich alle Schaltvorgänge mitbekommen will, muss den Drehzahlmesser beobachten.

Um das DSG-Räderwerk so richtig zur Geltung kommen zu lassen, kombiniert Audi die Technik mit einem feinen, kraftvollen V6-Motor. Interessant daran ist, dass dieses Duo dem Auto zwei völlig unterschiedliche Charaktere verpasst. Steht der Getriebe-Wählhebel in Normalstellung auf "D", läuft der Wagen ruhig und souverän. Kraft ist ja genug da. Wird der Ganghebel auf "S" gestellt, wird der A3 zum hibbeligen, heiser fauchenden Sportwagen. Die Gänge werden bis zum roten Bereich ausgedreht, bei 50 km/h in geschlossenen Ortschaften rotiert die Kurbelwelle mit 4000 Umdrehungen pro Minute (im "D"-Modus sind es legere 1500). Es ist, als ob die Technik den Fahrer ständig dazu animieren wollte, doch endlich das Gaspedal durchzutreten.

Diese Art von Sportlichkeit mag Fahrspaß auf freien, kurvigen Landstraßen bedeuten, im Alltagsbetrieb jedoch ist der "S"-Modus einfach zu viel des Guten. Und natürlich hat die extreme Sportlichkeit ihren Preis. Wird das Auto in der "S"-Abstimmung bewegt, beläuft sich der Mehrverbrauch pro 100 Kilometer auf ungefähr "zwei bis drei Liter", wie ein Audi-Techniker einräumt.

Die neue A3 Topversion ist serienmäßig mit Sportfahrwerk, Sportsitzen und der sportlich abgestimmten Ausstattungsversion "Ambition" ausgerüstet. Es gibt den Wagen mit dem V6-Motor übrigens auch mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und zum Preis von 31.000 Euro. Das DSG-Angebot in der Kompaktbaureihe wird demnächst ausgebaut. Dann bietet Audi die Getriebetechnik auch in Verbindung mit dem Zwei-Liter-TDI-Motor (140 PS/103 kW) an.

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