BMW 7er : Geheimnis gelüftet - DER SPIEGEL
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BMW 7er Geheimnis gelüftet

Seit Monaten geistern Computerzeichnungen durch die Fachorgane, das Design des Autos wurde bereits kontrovers diskutiert, als noch gar keine endgültige Fassung bekannt war. Nun ist sie es: BMW hat die ersten Fotos und Daten des neuen 7ers veröffentlicht.
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Jahrelang war den Münchnern vorgeworfen worden, sich in punkto Styling immer wieder selbst zu zitieren und im Grunde nichts Neues mehr zu kreieren. Das neue Topmodell sollte diesen Vorwurf ausräumen und wenn der Eindruck der ersten Bilder nicht täuscht, gelingt dies auch. Große glatte Flächen, modern gestaltete Leuchten an Front und Heck, eine langgestreckte, elegant-sachliche Silhouette und ein etwas pummelig geratenes Hinterteil: Der neue 7er, der auf der IAA im September in Frankfurt seine Weltpremiere feiert, sieht tatsächlich aus wie ein BMW für die Zukunft.

Das Auto wird am 17. November europaweit zu den Händlern kommen, kündigen die Münchner an. Zunächst wird es den Wagen in zwei Motorvarianten geben: Bei der "kleineren" Maschine handelt es sich um ein 3,6-Liter-Achtzylinder-Aggregat mit 272 PS (200 kW) und einem Drehmoment von 360 Nm. Der zweite Motor ist ein 4,4-Liter-Achtzylinder mit 333 PS (245 kW) und einem Drehmoment von 450 Nm. Gewaltige Werte bereits auf dem Papier.

Den Standardspurt von 0 auf 100 km/h schaffen die beiden Motoren im neuen 7er in 7,5 und 6,3 Sekunden. Beide ermöglichen außerdem eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Den neuentwickelten Achtzylindern wurde nach Angaben von BMW der übermäßig Benzindurst abgewöhnt. Als Durchschnittswerte für den Spritverbrauch werden 10,7 und 10,9 Liter Superbenzin je 100 Kilometer angegeben.

Neu und ähnlich spektakulär wie die Motoren ist auch das Getriebe des neuen 7ers. Die Kraftübertragung wird vom weltweit ersten serienmäßig eingebauten Sechsgang-Automatikgetriebe übernommen. Und passend zum neuen iDrive-Konzept, das die Armaturentafel gründlich entrümpelt, gibt es keinen Wählhebel in der Mittelkonsole mehr. Stattdessen erfolgt die manuelle Gangwahl über einen Hebel am Lenkrad oder über Tasten im Lenkradkranz.

Überhaupt die Bedienelemente: Wie eben erwähnt fehlt der mittige Schalthebel und auch der konventionelle Zündschlüssel entfällt. Es gibt nur noch wenige Knöpfe und Tasten für wesentliche Funktionen, die rund um das Lenkrad angeordnet sind. Alles andere an Komfort- oder Kommunikationsfunktionen wird über einen in der Mittelkonsole untergebrachten "Controller" bedient. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei einer Computermaus. Bewegungen des Controllers werden von einem Cursor auf dem Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts nachvollzogen; ein Druck auf den Controller entspricht einem Klick mit der Maus.

Die entsprechend gewählte Funktion wird eingestellt. Auch am Vollaluminium-Fahrwerk, bei der Ausstattung zur passiven Sicherheit und in diversen elektronischen Überwachungssystemen haben die Ingenieure einige Neuheiten untergebracht, so die BMW-Mitteilung. Im Herbst muss das Auto zeigen, ob es die jetzt geschürten Erwartungen auch erfüllen kann.