BMW C1 200 Große Töne
BMW begründet den zweiten Antrieb für sein "Einspur-Mobil" mit "mehr Leistung" und einem "neuen Klangbild". Die bisherige Variante wird von einem 125-Kubikzentimeter-Motor mit 15 PS (11 kW) angetrieben, der das Vehikel auf bis zu 103 km/h beschleunigt und im Schnitt 2,9 Liter Kraftstoff verbraucht. Der C1 200, der ab dem 10. März angeboten wird, übertrifft diese Werte: Der aufgepeppte, wassergekühlte Viertakter hat einen Hubraum von 176 Kubikzentimetern, leistet 18 PS (13 kW), macht das Gefährt 112 km/h schnell und verbraucht nach Werksangaben im Schnitt 3,2 Liter Sprit je 100 Kilometer.
Im Stadtverkehr, so rühmen die Münchner den aufgebohrten C1, garantiere der Neue kürzere Überholvorgänge. Der Spurt von 0 auf Tempo 50 zum Beispiel werde in 3,9 Sekunden erledigt - das Modell mit der kleineren Motorvariante benötigt dazu 5,9 Sekunden. Sogar als Autobahnfahrzeug soll der stärkere C1 zu gebrauchen sein. Das Mitschwimmen im Verkehr auf mehrspurigen Straßen in Ballungsräumen sei auf Grund der höheren Spitzengeschwindigkeit mit dem C1 200 "besser möglich" als mit dem Normalo-C1.
In Italien ist es sogar erstmals möglich. Denn jenseits des Brenners gibt es eine Bestimmung, nach der Zweiräder erst ab einem Hubraum von 150 ccm auf die Autostrada dürfen. Und diesen Grenzwert überschreitet der C1 nur mit der neuen Motorversion. Andererseits ist der etwas schwächere der beiden C1 mit seinem 15-PS-Motor auf die Führerscheinregelung diverser europäischer Länder zugeschnitten, wonach Inhaber von Auto-Führerscheinen dieses Mobil ohne eine Extralizenz bewegen dürfen. Zudem ist der C1 mit dem 125-Kubikzentimeter-Maschinchen in Deutschland von der Kfz-Steuer befreit, während für die neue Variante pro Jahr 28,80 Mark an Steuer fällig werden.
Außer zwei neuen Farbkombinationen in der Ausstattungsvariante "Family's Friend", die BMW ausschließlich für den C1 200 anbietet, gibt es keine optischen Unterschiede zwischen dem etwas stärkeren und dem etwas schwächeren Modell - abgesehen von dem Schriftzug "200" an der hinteren Seitenverkleidung. Und, natürlich, auf dem Preisschild. Dort sind die C1-200-Versionen jeweils um 500 Mark teurer ausgewiesen als ihre Pendants mit dem 125er Motor. Die Preisspanne des C1 200 beginnt damit bei 10.490 Mark.