Chrysler Crossfire: Amerikanischer Home Run - DER SPIEGEL
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Chrysler Crossfire Amerikanischer Home Run

Ob Detroit Motor Show oder Genfer Autosalon - wo immer Chrysler den Crossfire präsentierte, scharten sich die Besucher um die kraftstrotzend gestylte Sportwagen-Studie. Dass der Crossfire nun in Serie geht, ist laut Chrysler dem Drängen begeisterter Autofans zu verdanken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Begeisterung für das Kraftpaket Crossfire scheint auch das Chrysler-Management angesteckt zu haben. Die Prognosen jedenfalls strotzen vor Selbstvertrauen. "Wir glauben, dass dieses wundervolle Coupé ein weiterer "Home Run" für uns werden wird", sagt Chrysler-Manager Wolfgang Bernhard.

Die auffälligsten optischen Merkmale der Studienversion, dessen Karbonfaser-Karosserie auf einem Aluminium-Rahmen sitzt, sind neben der langen Motorhaube und dem wuchtigen Heck eine ausgesprochen auffällige Bereifung. An der Vorderachse sind 16-Zoll-, an der Hinterachse 21-Zoll-Räder montiert. Letztere sollen von einem 2,7 Liter großen V6-Kompressormotor angetrieben werden, der 275 PS (205 kW) leistet und ein maximales Drehmoment von 366 Newtonmeter entwickelt. Damit ist es möglich, aus dem Stand in 5,8 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen und bei voll durchgetretenem Gaspedal im fünften Gang bis zu 238 km/h schnell zu fahren.

Auch der zweifarbig gehaltene Innenraum mit zahlreichen Details aus gebürstetem Aluminium, wie etwa der Schaltknauf, der Handbremsgriff oder die manuell verstellbare Pedalerie verbreitet Rennwagen-Feeling. Das Display des Evic (Electronic Vehicle Information Center) ist vor dem Beifahrerplatz angebracht. Die dort erscheinenden Angaben über Beschleunigung, Fliehkräfte oder Rundenzeiten beeindrucken - oder beängstigen - also vor allem den Co-Piloten.

Was von all diesen Details letzten Endes in die Serie einfließen wird, ist nicht entschieden. Kenner wissen, dass Messe-Studien auf den Showbühnen meistens mehr versprechen, als sie auf Asphalt halten können. Chrysler-Manager Bernhard beruhigt alle Zweifler. "Wir werden dafür sorgen, dass das Serienmodell des Chrysler Crossfire genau die Emotion und den Charakter des Concept Cars einfängt." Ob das auch für die beiden im Gepäckraum vorgesehenen Integralhelme gilt, wird erst bei der Vorstellung auf der Los Angeles Autoshow im Januar 2002 zu sehen sein.