Daewoo Rezzo Italienischer Aufschnitt
Zwar ist die Idee einer variablem Großraumlimousine nicht gerade neu, aber zumindest das Marketing muss so tun, als wäre das Rad neu erfunden worden. "Lebensraum auf Rädern" nennt Daewoo also das Konzept, mit dem die Koreaner der Konkurrenz aus Europa und Japan Marktanteile abjagen will. Der 4,35 Meter lange "Minivan" gehört im Grunde in die Gattung der Kompaktvans, in der sich hier zu Lande Opel Zafira, Renault Scénic oder Mazda Premacy tummeln. Er basiert auf den Studien Tacuma "Style" und Tacuma "Sport", die ihre Premieren auf der IAA in Frankfurt erlebten.
In Deutschland wird er zunächst als Fünfsitzer angeboten, wahlweise mit einem 1,8-Liter-Vierzylinder (76 kW/104 PS) oder 2-Liter-Triebwerk (107 kW/147 PS). Letzteres sorgt für flottes Vorankommen des koreanischen Kompaktvans bis 200 km/h. Im Gegensatz zu den im Fahrzeugboden versenkbaren Sitzen eines Zafira oder wahlweise verschiebbaren Einzelsitzen im Renault Scénic allerdings beschränkt sich die Variabilität des Daewoo Rezzo auf umklappbare Einzelsitze hinten sowie ausklappbare Tische an den Vordersitzen.
Wesentlich auffälliger und dem modischen Zeitgeist entsprechend ist dagegen das sportliche Design des Koreaners. Die schwungvolle Linie mit den Karosserieeinschnitten im Heckbereich trägt eindeutig europäische Züge. Sie wurde von dem italienischen Star-Designer Pininfarina gemeinsam mit Ital Design und dem Daewoo Design Forum entwickelt. Und den Namen haben die Italiener ihm dann auch noch gleich mitgegeben.