Der Malocher: Premiere des Unimog 2000 - DER SPIEGEL
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Der Malocher Premiere des Unimog 2000

Die Idee des "Universalen Motorgeräts", kurz Unimog, entstand bei Mercedes-Benz kurz nach dem Krieg. Seither wurden 320.000 Exemplare des Allzweck-Nutzfahrzeugs gebaut. Anfang März stellen die Stuttgarter die vierte Generation des Motor-Rackers vor.
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Über nahezu 50 Jahre hat sich die Formgebung des Unimog kaum geändert. Mal war das Blechkleid etwas runder, mal ein wenig eckiger. Aber Unimog war im Prinzip Unimog ­ äußerlich zumindest. Das wird nun völlig anders. Denn das neue Fahrzeug ist eine völlige Neuentwicklung, und das soll man ihm auch auf den ersten Blick ansehen.

Der Unimog 2000 fährt in einem Outfit vor, als hätten es die Designer für den Mitflug bei der ersten bemannten Mars-Mission gestylt. Die Scheiben sind extrem tief heruntergezogen - die kantige Karosserie wirkt futuristisch. Ab April gehen die ersten Unimog-Modelle der neuen Generation in den Verkauf. Drei Baureihen werden angeboten, mit Motoren von 150 bis 280 PS (110 bis 205 kW). Die Triebwerke sind Vier- oder Sechszylinder-Aggregate mit Diesel-Direkteinspritzung, Ladeluftkühlung und Turbo, die allesamt die Euro-3-Norm erfüllen. Permanenter Allradantrieb soll für eine möglichst gute Verteilung der Kraft sorgen.

Ein Novum ist die Wechsellenkung namens VarioPilot. Sie ermöglicht in Sekundenschnelle das Verschieben des Lenkrads samt der Cockpitinstrumente von der linken auf die rechte Seite oder umgekehrt. Wird der Unimog zum Beispiel in Straßenmeistereien zum Mähen des Randstreifens eingesetzt, bietet diese Wechselmöglichkeit große Vorteile für den Fahrer.

Rund 40 Prozent aller Unimog-Fahrzeuge in Deutschland sind im Öffentlichen Dienst im Einsatz, etwa als Geräteträger oder Arbeitsmaschinen, 35 Prozent werden in der Industrie vor allem als Zugmaschinen genutzt und etwa 25 Prozent werden im Bau- und Energiegewerbe gebraucht.