Dicke Backen Ford F-150 Lightning Rod
Die Designer des Wagens hätten sich vom Rock'n'Roll inspirieren lassen, rührt Ford die Werbetrommel. Im Kern handelt es sich um einen braven F-150 Pick-up, der seit 23 Jahren das meistverkaufte Auto dieser Kategorie in den USA ist. Um auf der Messe in Chicago für Aufsehen zu sorgen, wurde der Wagen tiefer gelegt und in die Länge gedehnt. Außerdem wurde das Dach abgesenkt - in der Szene spricht man von "choppen". Die so aufgemöbelte Karosserie wurde schließlich in Kirschrot-metallic lackiert, fertig war der F-150 mit dem Beinamen Lightning Rod.
Es sind vor allem die "coolen" Details, die dem an sich alltäglichen Auto etwas Extraordinäres geben. Dazu gehören zum Beispiel die aus Neonröhrchen bestehende Scheinwerferanlage vorne und hinten, der auffällige Kühlergrill aus Aluminium im Look der sechziger Jahre und der "maskuline" Powerdome der die Motorhaube dominiert. Sportlichkeit sollen zudem die verdeckten Scheibenwischer und die Doppel-Auspuff-Anlage signalisieren.
Die Lederplane über der Ladefläche ist mit einem Tattoo verziert, das einem traditionellen Motiv der Maori aus Neuseeland nachempfunden ist. Tattoos finden sich auch auf den Alufelgen, auf die übrigens 295er- (vorne) und 305er-Reifen (hinten) aufgezogen sind. Im Innenraum, wo Leder und Aluminium vorherrschen, ist das Styling sehr karg. Es gibt nur einige unbedingt nötige Instrumente, das Dreispeichen-Lenkrad ist mit rotem Leder überzogen und natürlich befinden sich auch auf den Sitzen Maori-Tattoos.
Angetrieben wird der Wagen von einer 5,4-Liter-V8-Maschine, die 380 PS (281 kW) mobilisiert. Während der Lightning Rod als Hingucker und Aufmerksamkeits-Heischer auf Messen herumgereicht wird, bietet Ford tatsächlich einen neuen F-150-Ableger an. Es handelt sich allerdings um ein wesentlich zivileres Fahrzeug: einen Viertürer-Pick-up, der nach Angaben von Ford das Platzangebot eines Geländewagens mit dem Ladevermögen eines Pick-ups kombiniert.