Ducati 996R Schmaler Kopf und viel PS
München - Das auf die Bezeichnung 996R getaufte Superbike wird, wie Ducati auf der Motorradmesse Intermot erklärte, von einem neu entwickelten Motor mit 996 Kubikzentimetern Hubraum angetrieben. Das flüssigkeitsgekühlte Aggregat soll eine Leistung von 136 PS (100 kW) auf den Asphalt bringen.
Bei der Anordnung der Zylinder, die in einer L-Form im Winkel von 90 Grad montiert wurden, gibt sich Ducati ganz traditionell. Neu, die Italiener sprechen sogar von "revolutionär", soll dagegen die Ausführung von Zylinderkopf und Brennraum sein. Der Name "Testastretta" ("schmaler Kopf"), den die Motorradbauer ihrem Feuerstuhl verpasst haben, will das verdeutlichen - und ganz nebenbei natürlich auch Assoziationen an Ferrari wecken.
Weitere Kennzeichen der 996R sind ein neues Bremssystem im Vorderrad sowie eine Vollverkleidung mit besonders niedrigem Luftwiderstandswert. So viel Unvernunft hat ihren Preis: Die 996R soll 51.308 Mark kosten. Verkauft wird die in nur 500 Exemplaren gebaute Maschine ausschließlich über das Internet.
Neben der grundsätzlich nur mit einem Sitz angebotenen 996R nimmt Ducati noch die 996S ins Angebot. Motorisiert wie die bisherige 996SPS mit 128 PS (94 kW) hat die neue Maschine statt eines Rahmenhecks aus Aluminium eines aus Stahl - so dass auch ein Sozius mitfahren kann. Die 996S wird für 34.662 Mark verkauft.
Wer es mit seinem Ego vereinbaren kann, rund 20 PS weniger zwischen den Beinen zu haben, kann zum Einsteigermodell der Serie greifen. Die Ducati 30.158 Mark teure 996 dürfte mit 113 PS (83 KW) noch immer ausreichend motorisiert sein.